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Diskussionen => Trabant Technik => Thema gestartet von: Little am 14. Juni 2009, 13:18:56

Titel: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 14. Juni 2009, 13:18:56
Da Öl-Mischungsdiskussionen in anderen Foren immer aus dem Ruder laufen, versuche ich hier eine technisch moderierte und damit sachliche Diskussion zu starten.
Gleich vorab: Sprüche wie permanent in anderen Foren zu lesen „Mit dem Öl nich spaaaaaaaahhhsaaaahhhm sein“, „immer nei mit dem juten Öl, naus kommt´s immer... *qualm*“  oder „Ich fahr 1:33 mit nem Extra-Schwapp weil ich dass schon immer so mache…“ wird es hier NICHT geben! Bitte nur sachliche Beiträge, die SINNVOLL sind. Reine Kommentare, wie man selbst mischt, bitte bei den Erfahrungsberichten ($2) posten.

In anderen Foren, von Bekannten und Verwanden, vom jahrzehntelangem Trabant Werkstattmeister oder auch von alten Werksmitarbeiten bekommt man immer wieder empfohlen, möglichst viel Motorenöl ins Benzin zu schütten. Die Tipps reichen von 1:25 mit „Extra-Schwapp“ bis 1:33. Diese Empfehlungen sind allenfalls gut gemeint. Mit dem Stand der Technik und dem was gut für deinen Trabantmotor ist, hat das nichts gemeinsam.
Seit 1974 mit der Einführung der nadelgelagerten Kolbenbolzen betrug die Werksangabe 1:50. Ein Teil Öl sind mit 50 Teilen Benzin zu mischen. Was hat sich nun seit dem verändert, dass wir weniger Öl beimischen können und sollen? Um das herauszufinden, ist es sinnvoll, die Entwicklungsgeschichte des Trabantmotors anzuschauen. Dazu möchte Ich Peter Kirchberg aus seinem Buch "Plaste, Blech und Planwirtschaft" ($2) zitieren. Dabei können wir gleichzeitig viel über den Einfluss des Öls im Trabantmotor erfahren. An dieser Stelle möchte ich das Buch "Plaste, Blech und Planwirtschaft" ($2) allen IFA-Fans und/oder DDR-Interessierten wärmsten ans Herz legen.

Zitat Peter Kirchberg aus seinem Buch "Plaste, Blech und Planwirtschaft" ($2):
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… Als die ersten zehn Funktionsmuster-Motoren aufgelegt wurden, traten Forschungs- und Entwicklungswerk (FEW) und das Motorenwerk, die benachbart waren, in Entwicklungskontakt.
Einen „Schönheitsfehler“ des Motors war der deutlich über den Durchmesser der Hubscheiben hinausragende Drehschieber. Auch wenn durch einen lösbaren Flachdrehschieber Abhilfe geschaffen wurde, so bleibt das nicht mehr vermeidbare Einarbeiten des relativ dünnen Drehschieberblechs in die Mitnahmestifte und sorgte für jenes typische Geräusch, das beim Abstellen des Motors und bei der auspendelten Bewegung der beiden Kolben in eine Mittelstellung entstand. Trotz verschiedener Bemühungen, diese Geräuschbildung zu beseitigen, waren die Erfolge nicht überzeugend. Ebenfalls von Anfang an litt der Motor unter thermischen Schwierigkeiten im Kolben-Zylinder-Komplex. Die Kolbenringe brannten fest und Kolbenklemmer waren die Folge. Die Vergrößerung des Einbauspiels führte wiederum zu „Mohrenköpfen“ und entsprechenden Kolbengeräuschen. Anfänglich waren zwar Aluminium-Zylinder mit Hartverchromung oder Zylinder mit Alu-Umguss vorgesehen, doch war die Zulieferindustrie nicht in der Lage, erprobte und funktionstüchtige Technologien dafür zu entwickeln. Demzufolge blieb vorerst nur der Graugusszylinder.
Das erste, quasi handgestrickte Muster des Kleinwagens P 50 war schon im Juni 1954 auf die Räder gestellt worden. Zwickau hatte inzwischen den P 70 vorgezogen, was im Sinne der Entwicklung durchaus begrüßenswerte Entscheidung war. Das Motorenwerk Karl-Marx-Stadt wurde von der überraschenden Auftragsübergabe für den Trabantmotor relativ unvorbereitet getroffen. Ein später verfasster Bericht des damaligen Chefkonstrukteurs im Motorenwerk, Kurt Weber, an die Brigade des ZK der SED (April 1959) zählt rückschauend die Probleme auf. „Dem Motorenwerk wurden zur Fortführung der Versuche eine Wasserwirbelbremse, ein Ingenieur und drei Monteure übergeben. Durch die beschränkten räumlichen Verhältnisse musste die Abteilung in einer Wagenwasch-Box untergebracht werden, in der sie bei primitivsten Arbeitsverhältnissen ohne die erforderlichen Versuchseinrichtungen bis zur Erstellung des neuen Versuchsgebäudes Anfang Mai 1957 arbeiten musste. Für die Fahrzeuge P 2 M und und P 2 S hatte das Motorenwerk gleichzeitig erhebliche Leistungen zu erbringen, damit im benachbarten Fahrzeugwerk Karl-Marx-Stadt im gleichen Jahr die Produktion auf Anordnung des Ministers beginnen konnte. Durch diese plötzliche Produktionsaufnahme eines noch nicht serienreifen Wagens konnte die Entwicklung des Triebwerkes P 50 nicht mit der erforderlichen Dringlichkeit bearbeitet werden.
Dazu kam, dass die Entwicklung des Motors durch das Festbrennen der obern Kolbenringe stark gehemmt wurde. Es sollten zur Beseitigung Versuche mit Alfer-Zylindern durchgeführt werden. Trotz intensiver Mitarbeit des Zentralinstitutes für Gießereiwesen war es nicht möglich, derartige Zylinder mit einer brauchbaren Bindung herzustellen. Da auch keine Aussicht auf Erfolg dieses Gießverfahrens bestand, wurden Mitte 1956 die Versuche damit abgebrochen. Dadurch ist über ein Jahr Entwicklungszeit erfolglos verstrichen.“
Zur selben Zeit wurden vom VEB Automobilwerke Zwickau Versuche mit einem Vergleichsfahrzeug vom Typ Lloyd LP 400 S gefahren. Für die Gemischschmierung wurde Shell-Öl verwendet. Eine Sichtkontrolle nach 5 000 km ergab ein einwandfreies Kolbenbild. Danach wurden die gleichen Versuche mit diesem Öl am Trabantmotor durchgeführt. Das Ergebnis war erstaunlich. Die „Mohrenköpfe“ waren besiegt, die Kolben zeigten ein völlig normales Bild. Als man diese Versuche beim Lloyd LP 400 mit Öl aus der DDR wiederholte, ergab nach wiederum 5 000 km die Kontrolle, dass sich die Koben in „Mohrenköpfe“ verwandelt hatten. Damit war der Nachweis für eine Ursache der Schwierigkeiten mit diesem Motor erbracht. Dieser Vergleichsversuch war Anlass, mit Nachdruck von den DDR-Ölherstellern eine weitaus bessere Qualität zu fordern.
Die Schmierung des Zweitaktmotors erfolgte durch Zusatz von Öl zum Kraftstoff zunächst 1:20 (1 L Öl auf 20 L Kraftstoff). Um die erhebliche Abgasfahne zu mindern, musste der Ölanteil verringert werden. Dazu wurde vom Hydrierwerk Zeitz ein Zweitakt-Motorenöl unter Verwendung eines aus Matzen in Österreich bezogenen Grundöls entwickelt. Damit ließen sich Mischungsschmierungen von 1:25 und 1:33 erreichen. Im Zuge der Importablösungen musste Zeitz Ende der fünfziger Jahre den Zusatz auf aus der Sowjetunion angeliefertes Öl umstellen. Bereits auf dem Prüfstand ließen sich dabei erhebliche Schwierigkeiten erkennen. Kolbenringe brannten fest und der Auslasskanal wurde mit Ölkohle zugesetzt. Glühzündungen und starke Belagbildungen sogar im Spülkanal waren die Folge. Augenzeugen berichten, dass nach Verwendung des aus der Sowjetunion importierten Mareschkino-Öls die Kurbelwellen aussahen wie schwarz lackiert. Das Grundöl wurde immer schlechter und sackte in der Qualität immer weiter ab: von Matzen über sowjetisches Erdöl bis zum Braunkohlenschwefelteer, aus dem zuletzt das Zweitaktöl herausgefiltert wurde. Die größte Bedeutung hatten die Additive, von denen die wirksamsten aus dem Westen importiert werden mussten. Die Bereitschaft, dafür Valuta-Mark auszugeben, war von Regierungsseite sehr gering, da dieses Öl ja nur „verfeuert“ wurde, ohne dass daraus noch Gegenwerte hätte gewonnen werden können. Deswegen gelangte auch die letzte Entwicklung, das Öl MZ 33, nicht zur Serienreife, denn Import-Additive standen hierfür nicht mehr zur Verfügung. Immerhin waren damit aber Mischungsverhältnisse von 1:66 auf Rundstreckentest klaglos bewältigt worden. Dieser Wert galt übrigens intern als zulässiger Grenzwert, ohne dass er zur Serie freigegeben war.
Dem Grundöl wurde bereits beim Hersteller, im Hydrierwerk Zeitz, die sogenannte Vormischkomponente von etwa 15 Volumenprozent beigegeben, um die Selbstmischungsfähigkeit mit dem Kraftstoff zu sichern. Diese Komponente bestand aus minderwertigen Kohlenwasserstoffen, die in erster Linie für das Klingelverhalten und den stechenden Geruch der damit betriebenen Motoren verantwortlich waren. Gegen alle Einsprüche der Enwicklungsingenieure im Fahrzeugbau, denen die wahre Zusammensetzung des Öls immer verborgen blieb, waren die Hydrierwerke nicht bereit, auf diese Vormischkomponente und damit auf die so günstige Möglichkeit gewinnbringender Verwertung von Abfallprodukten zu verzichten.

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Zitatende


Peter Kirchberg beschrieb die durch Öl zerstörten Trabantkolben als „Mohrenköpfe“. Damit sind abgefressene Kolbenränder gemeint. Erfahrene Trabantschrauber haben dieses Phänomen oft genug gesehen, auch heute noch. Wir haben aus dem Auszug diese Buches erfahren, welchen negativen Einfluss das Öl auf den Motor hat und ebenfalls, dass dieser Einfluss sehr stark auf die Ölqualität und Menge zurückzuführen ist. Weiterhin stinkt das Öl, belastet die Umwelt und kostet Geld. Daraus sollte eindeutig und zweifelsfrei zu Schlussfolgern sein, das wir so viel Öl mischen, wie zum schmieren benötigt wird und keinen Tropfen mehr.
Wie viel Öl wird nun heutzutage für eine ausreichende und sichere Schmierung benötigt?
Ab 1974 lautete die Werksvorgabe 1:50. Das DDR-Öl hatte eine miese Qualität, wie wir erfahren haben. In dieser Werksvorgabe waren weiterhin noch schlechtere Qualitäten aus dem Osteuropäischen Ausland (Rumänien, Polen, UDSSR etc.) kalkuliert. Mit dem Fall der Mauer 1989 stand nun schlagartig eine deutlich verbesserte Ölqualität zur Verfügung, welches es uns ermöglicht, weniger Öl zu mischen. Seitdem sind nun 20 Jahre vergangen und man kann davon ausgehen, dass die Qualität sich weiter verbessert hat. Ich weiß, dass es unter euch einige Ölexperten gibt, denen Laborberichte vorliegen. Ergebnisse bitte gern hier veröffentlichen. Nachdem ich nun seit Jahren die Ölmenge mit billigem deutschen Mineralöl Schrittweise bis 1:100 (OHNE extra Schwapp ;) ) reduziert habe, kann ich durchweg nur von positiven Erfahrungen berichten. Den Denk-Anstoß zu meiner Vorgehensweise bekam ich vor einigen Jahren durch dass genannte Buch. Der AHA-Effekt lies nicht lange auf sich warten.
Zu einem späteren Zeitpunkt ist mir eine Flasche Zweitaktöl ($2) in die Hände gefallen, auf der bereits ein Mischungsverhältnis von 1:100 angegeben war. Es war vollsynthetisches Öl. Additive im Öl verbessern die Eigenschaften des Öls weiter und ermöglichen eine weitere Reduzierung des Mischungsverhältnisses. Zusätzlich zu der bereits beschriebenen deutlichen Qualitätsverbesserung des Mineralöls wird bei Verwendung eines vollsynthetischen Öls nur die halbe Menge gegenüber mineralischem Öl und somit der Werksvorgabe benötigt. Das bedeutet, dass man mit 1:100 bei Verwendung vollsythetischen Öls ausreichend Reserven hinsichtlich der Schmierung hat. Probiert es aus! Euer Motor wird sich freuen und mit einer teils deutlich verlängerten Haltbarkeit bedanken. Klingelneigung und Abgasfahne wird sich deutlich reduzieren. Motor- bzw. Leistungsklingeln kenne ich persönlich generell nicht mehr. Mit voll- oder teilsynthetischem Öl kann man sicher 1:100 Mischen. Wer billiges Mineralöl mischt, der macht einen „extra Schwapp“ dazu und ist mit 1:70 dicke auf der sicheren Seite. Es macht in jeder Hinsicht KEINEN Sinn, mehr Öl beizumischen, als bereits vor 35 Jahren ab Werk angegeben wurde.
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 14. Juni 2009, 20:01:08
Bitte begründet eure Meinungen und Vorgehensweisen. Hier sind Fakten, Hintergründe, Quellennachweise usw. gefragt. Das wird hier keine Sammlung der Mischungsverhältnisse aller Trabantfahrer. Diese bitte bei den Erfahrungsberichten ($2) posten.
Beiträge wie: "Ich mische 1:40. Ich hab mal mit einem Tankwart darüber gesprochen." werden hier an dieser Stelle wieder gelöscht.
Und wer eine nett formulierte Aufforderung zum Nachbessern seines Beitrags so persönlich nimmt, dass er seine Anmeldung gleich wieder löscht, der ist hier auch fehl am Platze @ Martin601.

Es soll eine anspruchsvolle Diskussion werden und die Ansprüche an Beiträge habe ich ganz oben als erstes versucht klar auszudrücken. Den hier geposteten unsachlichen Beitrag von "TrabsCabri" habe ich zu Recht wieder entfernt und mir auch die Mühe gemacht, ihm das zu begründen und Tipps für einen neuen ordentlichen Beitrag zu geben. Das er dann im Pappenforum (dort als MODERATOR) behauptet, hier würden andere Meinungen gelöscht, ist Verläumdung und schlicht falsch.
Genau deswegen soll sich dieses Forum von andern unterscheiden. Das war eine kurze Richtigstellung meinerseits.
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Trabichris am 14. Juni 2009, 20:34:36
Moin
Ich fahre auch noch 1:50 (hatte bischen angst bei weniger öl) habe schon öfters gesehen das man das nich mehr brauch! Ist aber echt mal gut das es mal nen richtigen Beitrag jetz dazu gibt! Meine frag ist jetz habe einen neuen Motor ca 4000km gehfahren jetzt nur 1:50
Fahre das blaue liqui moly 2 takt  motor öl!
Kann ich jetz einfach 1:100 fahren oder langsam immer weniger öl machen oder geht mir dann der motor kaputt?
Lg Chris
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 14. Juni 2009, 20:45:33
Ich würde direkt 1:100 mischen. Taste dich mit jeder Tankfüllung weiter ran, wenn du dich damit besser fühlst . "blaue liqui moly" kenn ich allerdings nicht. Mineralisch, teil- oder vollsynthetisch?
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Trabichris am 14. Juni 2009, 20:51:07
ist mineralisch glaub ich muss ich mal gucken! Und wenn mir dann der motor um die ohren fliegt? oder is das außgeschlossen? mein arbeitskollege fährt 1:100 mit wirklich billigem öl und der hält!
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 14. Juni 2009, 20:58:18
Es kann immer passieren, dass einem der Motor um die Ohren fliegt, auch bei neuen. Mir gings so als höchstwarscheinlich an der Gemischsäule das Öl fehlte. 1:100 ist aber ausreichend Öl. Wenns mineralisches ist, dann misch 1:80. Deswegen geht der Motor nicht kaputt. Im übrigen fährt der Trabantmotor ca. 50 Kilometer, wenn das Öl im Benzin fehlt, was leider bei Gemischsäulen ab und zu vorgekommen ist..
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Trabichris am 14. Juni 2009, 22:27:12
http://www.liqui-moly.de/liquimoly/produktdb.nsf/id/d_1052.html ($2)
Das is das Öl was ich fahre!
Lg
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: ibart601 am 14. Juni 2009, 22:57:02
[url]http://www.liqui-moly.de/liquimoly/produktdb.nsf/id/d_1052.html[/url] ($2)
Das is das Öl was ich fahre!
Lg


Dieses Öl fahr ich auch schon seit 7 Jahren, aber immer noch in 1:33, weil ich nen Motor drin hab der noch keine nadelgelagerte Kurbelwelle hat und der bei 1:50 von der Tankstelle gleich nach dem Kauf angefangen hat zu Kreischen!!!!! Mein Vater ist alterfahrerener Trabant-Schlosser, der hat das Am Klang des Motor´s gehört, das der gleitgelagerte Kurbelwelle und er hat mir dringendst von 1:50 Tankstellenmischung abgeraten!!

Mod Anm.: Gemeint sind gleitgelagerte Pleul oder Kolbenbolzen. Diese Motoren waren ab Werk mit 1:33 angegeben.
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 15. Juni 2009, 07:48:48
@ ibart601
Wieviel Öl und welches war denn in der besagten Tankfüllung drin? Wenn 1:50 drauf steht, bedeutet das leider nicht automatisch, dass auch 1:50 drin ist. Warscheinlich wirst du beides nicht mehr nachprüfen können. Beachtlich und bedenklich ist es aber wie oft jahrzehntelang ungeprüfte und eventuell falsche Tatsachen angenommen werden. Da gibt es viele berühmte Fälle wie z.B. der Spinnat, der jahrzehntelang viel Eisen enthalten sollte, weil sich ein Mensch mal in einer Kommastelle irrte.


Zitat aus dem liqui-moly Link:
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Einsatzzweck
Für Getrennt- und Gemisch-Schmierung in Motorrädern, Mopeds, Rasenmähern, Motorsägen und Notstrom-Aggregaten. Mischungsverhältnis bis 1:50.
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Dazu sollte man folgendes wissen: Um so höher ein Motor dreht, desto mehr Öl wird für einen stabilen Schmierfilm benötigt. Da es in meinem ersten Beitrag nur um den Trabant-Motor ging, habe ich das nicht näher beleuchtet. Die von liqui-moly aufgeführten Motoren für Motorräder, Mopeds, Rasenmäher und Motorsägen drehen bis zu 18 000 U/min! Der Trabantmotor dreht nur bis max. 5 000 U/min und benötigt deshalb wesentlich weniger Öl als ein hochdrehender Motor. Mein Sohn hat ein Kart ca. 16 000 U/min mit Werksangabe 1:25. Dieses fährt er mit vollsynthetischen Öl 1:50. Die Mischungsangabe bei liqui-moly ist ein rein pauschaler Wert eben gerade auch für hochdrehende Motoren.
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Trabichris am 15. Juni 2009, 09:30:10
Also könnte ich mit diesem Öl auch 1:100 fahren? Wenn ja werde ich das beim nächsten Tanken ausprobieren! Mfg Chris
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 15. Juni 2009, 13:12:12
Ich sag ja. Fang mit 1:80 an, dann bist du in jeder Hinsicht sicher. Auf vollsynthetisches umzusteigen kann aber auch nicht schaden. Am besten mal ein Preisvergleich machen.
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Trabichris am 15. Juni 2009, 22:34:15
Okay ich machs mal aber danke schonmal! :-)
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 29. Juli 2009, 21:19:15
Peter Kirchberg schreibt weiterhin in seinem Buch:
„Die Nadellagerung des Kolbenbolzens war vor allem eine unabdingbare Vorraussetzung für den damals geplanten Einsatz einer Schmieröldosierung mit ihren extrem niedrigen Mischungsverhältnissen von bis zu 1:100 und darüber hinaus. Die in der Entwicklung befindliche Schmieröldosierung hatte Anfang 1965 noch einige Schwierigkeiten bereitet, das Schmiermittel gleichmäßig auf die einzelnen Zylinder zu verteilen. Die Lösung des Problems war absehbar. Allerdings führten in dieser Phase Berechnungen zu der Erkenntnis, dass die reale Öleinsparung bezogen auf die Basisdaten des Mischungsverhältnisses von 1:33, rund 1,3 Liter auf 1000 km betragen würde. Zur Amortisation der Mehrkosten für diese aufwendigere Dosierungsausstattung war jedoch eine Fahrleistung von 125 000 km erforderlich. … Dies war für die VVB Automobilbau Grund genug, die Arbeiten an der Schmieröldosierung Ende 1966 einstellen zu lassen.“


Wir sehen an diesem Auszug, dass das Mischungsverhältnis von 1:100 bereits 1965 geplant war und erprobt wurde. Damals noch an eine Getrenntschmierung gebunden. Vermutlich deshalb, weil das selbst mischen, wie es heutzutage zwangsweise nötig ist, damals keine Alternative darstellte und die Gemischsäulen vermutlich zu hohe Toleranzen im Mischungsverhältnis hatten und/oder auch alle umgerüstet hätten werden müssen sowie dann die Gefahr des Falschtankens betanden hätte (1:100 auf einen alten gleitgelagerten Motor). Weiterhin würde die Getrenntschmierung auch im Motorschiebebetrieb Öl zugeben und der Fahrzeugführer hätte die Kontrolle über die Ölqualität gehabt.
Durch das heutzutage übliche „selber mischen“ sind also bis auf die Ölzugabe im Schiebebetrieb die Vorraussetzungen für das 1965 geplante Mischungsverhältnis von 1:100 gegeben. Die geringere Schmierung im Schiebebetrieb wird meiner Meinung nach durch die heutzutage und 44 Jahre später erheblich verbesserte Ölqualität kompensiert. Zudem ist der Schiebeanteil des Motors im Fahrbetrieb von Haus aus sehr gering wegen des unangenehmen Schieberuckelns und der sowieso fehlenden Bremswirkung des Motors.
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: ibart601 am 26. August 2009, 09:27:05
Aber mit dem guten alten MZ22 Zweitaktöl muß ich in 1:33 fahren? In Verbindung mit Super+ läuft der richtig gut damit. :smiley1678
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 26. August 2009, 16:59:37
Super+ hat einen größeren Oktanwert und möglicherweise noch ein paar Additive und gleicht so Nachteile des Öls, nämlich die höhere Selbstzündung etwas aus. Wenn dein Motor ab Werk mit 1:50 angegeben ist, dann solltest du auch 1:50 mit dem alten MZ22 mischen und nicht mehr (eher weniger).
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: ibart601 am 26. August 2009, 20:14:28
ne mein Motor ist noch für 1:33 ausgelegt hab noch gleitgelagerte Kolbenbolzen drin @Little, der stammt noch aus der DDR und war noch nie auseinander
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 26. August 2009, 21:41:40
Ja, dann fahr 1:33. Besseres Öl zu nehmen schadet aber auch nicht....

Kurz bevor sie auseinanderfliegen laufen die Motoren eh am besten.
 :smiley1299
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: ibart601 am 27. August 2009, 09:45:30
Mach kein Sch........... mein Vater hat das auch schon angesagt das der Motor sich bald verabschiedet....
Hab doch noch bis juni TÜv solange muß es noch gehen, dann wird mein nächster fertig sein
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Trabant vorm Qek am 06. Oktober 2009, 16:46:14
Hallo, liebe Trabantfahrer,

gerade habe ich die interessante Diskussion um das Mischuschungsverhältnis gelesen und hätte hierzu  noch eine weitere Frage:

Mein Trabant ist Erstzulassung 06/1988, hat also den Vergaser 28 H 1-1 (Sparvergaser). Dieser soll wohl gerade im Teillastbetrieb weniger Gemisch und auch damit weniger Öl an die Zylinder liefern. Hat dieser Vergasertyp dann nicht auch einen Einfluss auf das Mischungsverhältnis (Mangelschmierung bei Teillastbetrieb)? Sollte ich mit diesem Vergaser auch weiterhin 1:50 (meist mit teilsynthetischem Öl) mischen?

Und noch eine Frage habe ich:
Mit meinem Trabant ziehe ich ab und zu meinen Qek junior. Sollte ich zumindest bei diesen Fahrten das Mischungsverhältnis 1:50 wählen?

Über Antworten würde ich mich freuen.
Übrigens: Hier geht es wirklich angenehm sachlich zu.
Herzliche Grüße an Alle
mathias
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 06. Oktober 2009, 21:58:33
Mein Trabant ist Erstzulassung 06/1988, hat also den Vergaser 28 H 1-1 (Sparvergaser). Dieser soll wohl gerade im Teillastbetrieb weniger Gemisch und auch damit weniger Öl an die Zylinder liefern. Hat dieser Vergasertyp dann nicht auch einen Einfluss auf das Mischungsverhältnis (Mangelschmierung bei Teillastbetrieb)? Sollte ich mit diesem Vergaser auch weiterhin 1:50 (meist mit teilsynthetischem Öl) mischen?

Gute Frage. Ich persönlich gehe davon aus, das bei den vom mir verwendetem Mischungsverhältnis Öl/Benzin von 1:100 noch ausreichend Reserven vorhanden sind. Das Thema Sparvergaser kann man nun theoretisch etwas näher beleuchten. Ein geringerer Benzinverbrauch bedeutet logischerweise auch weniger Öl im Motor. Die Frage ist nun konkret, wieviel geringer ist denn dein Verbrauch? Grundsätzlich hat das Benzin/Luft-Gemisch im Motor eine kühlende Wirkung und um so magerer es ist, desto klingelfreudiger ist der Motor. Um so weniger Öl man nimmt, desto weniger klingelt der Motor. Am wichtigsten ist, dass er grundsätlich überhaupt nicht klingelt. Ich denke, bis zu einem minimalen Verbrauch von 6 Liter sollte 1:100 gut möglich sein. Probiert habe ich das noch nicht, denn 26 PS fahre ich nicht mit minimalem Verbrauch. Bei mir zählt jedes PS und das geht nicht unter 8 Liter. Wenn der Sparvergaser gut geht (das ist selten) und man ihn auf der Autobahn tunlichst nicht im Teillast fährt, dann kann man ihn auch weiter fahren. Oft sind die Vergaser nun aber altersschwach und leistungsschwach, was bei 26 PS meist keine unerhebliche Rolle spielt.
Wie gut oder schlecht ist dein Sparvergaser und wie ist dein Verbrauch? Wie ist dein Kerzenbild?


Und noch eine Frage habe ich:
Mit meinem Trabant ziehe ich ab und zu meinen Qek junior. Sollte ich zumindest bei diesen Fahrten das Mischungsverhältnis 1:50 wählen?
Die Schmierung ist Lastunabhängig. Der Schmierfilm muss da sein. Wieviel Kraft dem Kolben entgegengesetzt wird, dürfte keine Rolle spielen. Also mach das Öl an die Anhängerkupplung, wenn du den Qek ziehst.
 :smiley1289


Was die Ölreserven im Motor angeht, so ist es doch jedem klar, dass der Motor im Schiebebetrieb nahezu kein Öl bekommt. Hat schon mal jemand erlebt, dass der Motor im Schiebebetrieb fest geht? Ich kenne da keinen Fall. Jahrelange Erfahrungen mit Benzin ohne Öl an diversen Gemischsäulen haben gezeigt, dass der Trabantmotor damit noch ca. 50 km lang läuft. Damit will ich sagen, dass das Öl zur Schmierung zwar nötig ist, die Bedeutung der Menge aber häufig falsch eingeschätzt wird. Wer sich keine 1:100 zutraut, der fängt halt ganz klein z. B. mit 1:60 an.
Ich predige ja schon seit Jahren die 1:100. Im Laufe der Zeit konnte ich auch diverese Leute überzeugen, die sich regelmässig bei mir bedanken und begeistert davon berichten, das der Trabi nahezu nicht mehr qualmt und stinkt und Motorklingeln gänzlich verschwunden ist. Verbesserte Vergaser und Zündungen tun ihr übriges für eine deutlich verbesserte Verbrennung gegenüber der Serie. Das bedeutet mehr Leistung und längere Haltbarkeit des Motors durch fehlende Ablagerungen (und damit bessere Schmierung) und fehlendes Klingeln.
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Trabant vorm Qek am 07. Oktober 2009, 15:16:16
Hallo Little,

hab vielen Dank für Deine Antwort.
Also geklingelt hat mein Motor bisher noch nie, was daran liegen mag, dass ich ausschließlich Super tanke, und der Sprit dann ja auch bedeutend klopffester ist als das damalige Benzin mit, ich glaube, 88 Oktan.
Zum Spritverbrauch:
Mein Trabant verbraucht so um die sieben Liter.
Die Zündkerzen und den Luftfilter habe ich vor kurzem mal gewechselt, wobei ich dazu sagen muss, dass der Wagen, als ich ihn letztes Jahr kaufte, erst 14.498 Kilometer hatte und vorher 18 Jahre in einer Garage stand. 
Hatte ihn dann (sehr behutsam) etwa 700 Kilometer an zwei Tagen (150/550 Kilometer) zu mir nach Hause gefahren.
Als ich zuhause die Zündkerzen rausgeschraubt hatte, waren die, soweit ich mich erinnere, außen leicht schwarz und innen hellgrau.
Der Vergaser funktioniert, seit ich ich mal alle Düsen gereinigt habe, sehr gut. Der Trabi springt gut an, stottert nicht und wenn ich es wirklich mal darauf anlege, landet die Tachonadel so schätzungsweise bei 110 km/h.

Vielleicht ist es eine Lösung für mich, wenn ich solo mal 1:75 ausprobiere?
Oder meinst Du, ich kann das trotz Sparvergaser auch mit Qek wagen?
Würde schon gerne die Umwelt möglichst wenig belasten. Habe auch einen Trabikat eingebaut. Seitdem riecht der Kleine ohnehin viel weniger.

Viele Grüße
mathias
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 09. Oktober 2009, 12:54:47
Wie gesagt, ob mit oder ohne Qek spielt meiner Meinung nach keine Rolle. Im Gegenteil, mit Qek hast du einen höheren Verbrauch und damit auch mehr Öl im Motor.
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: ibart601 am 05. Januar 2010, 00:28:53
Hallo, hab jetzt nen ende 84er zu stehen (fahren tut der auch!!!! :smiley1299), der schon wieder Anfang 92 stillgelegt wurde und von mir im Sommer erstmals wieder gefahren wurde (stand lange in ner Antiquitätenaustellung und auch dann teilweise beheizt  :smiley1627). Also denk ich mal der Motor ist noch Original (wie bekomm ich das raus :smiley1637, in den alten DDR-Briefen stand die Motor-Nr. ja wenigstens mit drin) und ungeöffnet, läuft jedenfalls super und schön ruhig, Laufleistung laut Tacho 98tkm, da geh ich mal von aus es ist ein 1:50 Motor, bin ich aber noch nicht gefahren sondern nur aus Gewohnheit vom andern Trabi 1:33, kann man den auch mit 1:80 oder 1:100 fahren oder geht das nur bei regenerierten WEST-Motoren???
Und welches Getriebeöl soll ich da verwenden, passt zwar nicht hier rein, hab immer noch das alte drin womit er die letzten 17 Jahre stand oder brauch ich gar nicht wechseln? Getriebe arbeitet sauber und leichtgängig.
Es waren wirklich wenig arbeiten zu machen, um mit dem Trabi wieder fahren zu können, viele Verschleißteile hat der Vorbesitzer vorm abstellen gewechselt. Wurden wirklich nur Tank, Spritleitung, Räder und Bremsen komplett (na fast HBZ brauchte nicht raus, nur Behälter gereinigt, waren zwar auch neu aber die Standzeit haben die nicht überlebt) gemacht und nach kurzen Starten lief der nach so langer Zeit wie ne Biene!!! :smiley1289


Winterliche Grüße aus OPR


Ralf
Titel: Antw:Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 05. Januar 2010, 11:40:24
Ja, den Motor kann man mit weniger Öl fahren. Das Getriebeöl kann man sicherheitshalber tauschen.
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: brueckfelder am 03. Juli 2011, 15:05:18
Hallöchen,

gibt es denn schon neue Erkenntnisse bezüglich des Mischungsverhältnisses 1:100 ?
Hab mir nen 601 Kombi Bj.90 gekauft und würde gern etwas mehr an Erfahrungsberichten lesen. Momentan mische ich 1:50 und Bleiersatz :)

Danke im voraus für eure Antworten.

mfg

Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 04. Juli 2011, 10:35:06
Bei mir gibts keine neuen Erkenntnisse. Ich fahr Jahr-ein Jahr-aus 1:100.

 :smiley1299

Ich nehme KEIN Bleiersatz und ich tanke E10.
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Fred91270 am 14. August 2011, 18:41:22
Hello,

I am a French boy, who just buy a 1976 Trabant. I saw this car in Budapest, Praha, and last year in Berlin.

(http://img33.imageshack.us/img33/6441/p1010034ya.th.jpg) ($2)
(http://img651.imageshack.us/img651/2347/p1010037n.th.jpg) ($2)
(http://img9.imageshack.us/img9/4219/p1010038a.th.jpg) ($2)

I have already an old French Car:
(http://img687.imageshack.us/img687/5792/p1000573o.th.jpg) ($2)

I found your forum throught www.trabiteile.de ($2), and I am interessed by the mix og fuel/oil... You say that, with a synthétic oil, it's possible to make a 1:100 (or 1%) mix ?

Actually, I do a mix with 2 or 2,5% of semi-synthétic, but have a lot os smoke, specialy during cold start !

My German is bad, but I use a translator, so you can reply to me in German  :)

Tchuss from France !
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 15. August 2011, 09:59:02
Willkommen im Forum!

Für den vielen Rauch kann neben der Oelsorte und der Oelmenge auch Vergaser, Luftfilter und Auspuff verantwortlich sein.
Vollsysthetisches Oel sollte aber den Rauch sowie die Oelkohle im Motor verringern. Für deinen 1976er Trabi empfehle ich maximal  1:50 also maximal 2% und eben vollsysnthetisches Oel. Wenn du noch etwas weniger Oel nimmst, also 1:60, dann bist du meiner Meinung nach auch noch richtig.

Eventuell ist aber zusaetzlich der Auspuff frei zu brennen. Wenn sich dort viel Rueckstaende abgesetzt haben, dann raucht der Trabi auch stark.
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Fred91270 am 16. August 2011, 16:45:59
Thank you for message.

I continue, with synthétic oil, with a mix of 1:50 (or 2%). First time, I have made a 2,5% mix, maybe it's the cause of the smoke....

Greetings from France  :smiley1711

(I visited Füssen and Ludwig castle, Sankt Goar, Mainz, Konstanz, Koblenz, and Berlin....)
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Beffen10 am 06. Dezember 2011, 13:11:18
helloooo...

@little:  wieviele km hat dein motor schon geschafft also mit 1:100 und E10? das wär mal interessant..  mehr als 100000km? 

wie is das wenn man unter volllast fährt..  soll ja eigentlich für nen  2takter nicht schlimm sein, oder?
(könnte das nicht aber trotzdem duch das quälen einen höheren verschleiß bedeuten?)

welche auswirkungen hat das fahren mit e10?? hast du veränderungen bemerkt?
klingelneigung oder so?

habt ihr schon irgendwelche testberichte bezüglich des fahrens mit pflanzenöl, also welches, welches m.verhältnis?
(ich habe vor mit pflanzenöl und e10 und mit meiner dir schon vorgestellten braungasanlage(dann natürlich das doppelte gemisch von 1:100,also 1:50) zu fahren


lG  Steffen

(das da oben hab ich mit nem 86er kombi vor, hab grad nen HB2-7 vergaser eingebaut und läuft super)
ich werde aber zusätzlich noch weiterhin eine limo fahren (absolut original mit 45000 auf der uhr, perfekt funktionierendem sparvergaser mit dem, wenn ich auch nur einmal vollast fahre auf der autobahn bei 130kmh lande)
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 06. Dezember 2011, 22:34:10
Ich habe über die Kilometer und wann ich was umgestellt habe sowie über die Motorenwechsel nicht Buch geführt. Das hätte man mal machen sollen, aber vor Jahren hatte ich auch keine Ahnung, wie sich die Technik und die eigene Einstellung/Erkenntnis entwickelt. Zudem habe ich noch nie einen neuen oder regenerierten Motor eingebaut, immer nur gebrauchte. Keine Ahnung, wie viele Kilometer die runter hatten und wie sie zuvor gefahren wurden. 2010 habe ich den Motor gewechselt und es ist nun wieder nur ein gebrauchter am werkeln. 1:100 natürlich. Rückschlüsse sind also schwierig bis unmöglich. Auf jeden Fall habe ich festgestellt, dass meine Motoren nicht durch 1:100 kaputt gehen. Im Gegenteil, bei 1:33 konnte ich einen direkten Zusammenhang zum Leistungsklingelfressen feststellen. Klingeln ist seit Vergaser- und Mischungsumstellung ein absolutes Fremdwort für mich.
Mit Volllast habe ich keine direkten negativen Erfahrungen gemacht (ich fahre grundsätzlich nur Volllast), ebenso nicht mit E10, warum auch?! Was soll denn an E10 schlechter sein als an dem bisherigem E5? Keiner weiß es, alle reden nur. Andere fahren seit Jahren E50 oder E90 und es geht auch.

Mit Pflanzenöl kenn ich mich nicht aus.

Über Sprit und Öl wird in allen Foren, fahrzeugmarkenübergreifend bis zu den Herstellern jahrein jahraus diskutiert. Warum? Weil Langzeitstudien extrem schwierig und teuer sind. Für uns Privatfahrer von jahrzehntealter Technik eh nicht greifbar. Nachträgliche Nachweise von Ursachen nach Motordefekt sind selbst für aktuelle Fahrzeughersteller nicht zu führen (weswegen sie gern E10-Garantien ausschließen). Es bleibt uns nur über persönliche Erfahrungen und Meinungen zu diskutieren. Auch die nächsten 30 Jahre...
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: matthias_weiss am 02. Februar 2012, 13:44:10
Liebe Trabantfahrer,

ich habe mich eben bei diesem Forum angemeldet, da ich die Diskussion um die 1:100 Mischung interessant fand. Ich fahre  seit langem einen Trabant 601 hier in Leipzig.

Ich habe einen nach der Wende regenierierten MOtor eingebaut. Da kann man wirklich ohne Probleme 1:100 fahren. Ich habe vor  einem halben Jahr den Ottinger KAT eingebaut. Da wird der Motor jetzt doch ein bisschen wärmer und ggf. braucht das gute Stück ein wenig mehr Öl.

Beste Grüße
Titel: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Flo am 02. Februar 2012, 17:44:25
Hallo,

einen nach der Wende registrierten Motor? Wie das denn vor allem wo? und was macht dich sicher das gerade der 1:100 verträgt?

Nicht das daß nicht so wäre aber hää ???
UUUNNND wie "mit Oettinger Kat wird er wärmer" ggf mehr Öl?

Versteh ich alles nicht, hab auch nen Kat von denen drin aber heißer wird der nicht, mal abgesehen vom Kat, der glüht eigendlich immer.


saubere Grüße
flo
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 02. Februar 2012, 20:09:25
Lies mal ordentlich. ;)
- nach der Wende regenerierten Motor
- der Kat frist Leistung, also muss man mehr Gas geben und mehr Sprit verbrennen, deswegen wird der Motor auch Wärmer ;)

Der Kat selbst bringt einem nichts, außer Leistungsverlußt und höheren Verbrauch. Wer weniger Qualm möchte, nimmt einfach weniger Öl. Also raus damit. ;)
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Flo am 02. Februar 2012, 21:15:42
Hallo,

oh sorry im Eifer des Gefechtes und noch dazu ohne Brille.

Aber ganz klar ist das mit der Wärmeentwicklung nicht,weil Vollast fahr ich eh immer mehr geht nun mal nicht.
Sinnlos find ich den Kat nicht, immerhin sinken so die Hc-Emmisionen von knapp 6000ppm im LL ohne Kat auf 120ppm mit Kat im LL bei Halbgas sinken die Werte sogar weiter. Die Co Emmisioenen sinken nicht ganz wie erwartet, aber von 2Vol% auf 1,2Vol% ist auch ok.

 Selbiges passiert übrigens wenn man das Öl verringert wenn auch nur unwessentlich.
 Meine Messungen mit einem Au Gerät der neuesten Generation ergaben mit einem Trabant ohne Kat  ca.200ppm Hc und 0,2 Vol% Co Unterschied bei dem Umstieg von 1:33 auf 1:60.
(Allerdings sind gewisse Messtoleranzen mit einzuberechnen die auch schon bei geringen Temp-unterschieden der Aussenluft entstehen können.)

Fest jedoch steht das: weniger Öl weniger schädigt und (das ist das beste) weniger kostet.

Ich selbst fahre ja in Mischung mit Pflanzenöl 1:70 manchmal auch "nur" 1:60, selbst eine Tankfüllung 1:80 hat er aber überstanden,und ich teste weiter.
Übrigens Mohrnköpfe oder sonstige Änderungen im Laufbild konnte ich mit Pfl-Öl bisher nicht feststellen nur eine leicht Blaufärbung der Zylinderlaufbahnen .



Mfg Flo






Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 08. Februar 2012, 13:39:00
Ich hab NICHT geschrieben, dass der Kat nichts bringt oder sinnlos ist. Ich schrieb, er bringt einem persönlich nichts.

Wenn du die Umwelt schützen willst, dann ist das löblich. Allerdings steht den Abgasen ein Mehrverbrauch gegenüber, der den statisch besseren Abgaswert relativiert. Zudem wird bei der Produktion und Einbau des Kats Metall, Energie, Arbeitskraft etc. verbraucht und Abgase produziert. Es entsteht also ein volkswirschaftlicher Schaden. Mit dem Geld, was der Kat in der Anschaffung kostete, hätte man die Umwelt ja auch anders schützen können, z. B. ettliche Quadratmeter Regenwald. Nun ist er nun einmal drinnen und kostet dich persönlich einen Mehrverbrauch an Sprit und Leistung. Das betrifft im übrigen jedes moderne Fahrzeug und wird in der Umweltbetrachtung von der Öffentlichkeit sowie der Gesetzgebung völlig außer Acht gelassen. Je nach Fahrzeugtyp gehen heutzutage ca. 1,5 bis 3 Liter auf 100km nur für die Abgasreinigung drauf. Abgasreinigung kostet Leistung und Sprit!
Ich wüsste nicht, dass je jemand eine Gesamtbilanz errechnet hätte, das Ergebniss würde mich sehr interessieren und ich halte es für fraglich, ob dann die Abgasreinigung in PKW´s noch gut da stehen würde.

Stellt euch vor, wenn man mit dem eingesparten Geld für Sprit, Kats, Filter, Abgasrückführung etc. alternative Antriebskonzepte, öffentliche Verkehrsmitte und Stadtplanung finanziert hätte, wo wir da jetzt bereits sein könnten. Womöglich würde da bereits jetzt kein Diesel und Benziner mehr fahren und die Problematik hätten wir schon hinter uns gelassen.
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Beffen10 am 08. Februar 2012, 17:38:12
@flo, alle   :
 zu der durch pflanzenöl bläulich gefärbten zylinderlauffläche...

meint ihr, dass das nachteile oder verschleißzeichen sind??

@flo  :
wie viele kilometer fährst du schon mit pflanzenöl? also mit einem motor..  ?


lg   :)
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 09. Februar 2012, 12:31:21
Per PN wurde ich nach dem Unterschied zu 4-Takt-vollsynthetik-Öl gefragt. Hier nochmal meine Antwort, da sie sicher auch für Andere von Interesse ist und sich sicher auch auf andere Öle übertragen lässt:

Beim Öl bin ich kein Insider und kein Experte. Was aber auf der Hand liegt ist, dass das 2-Takt-Öl hinsichtlich seiner Eigenschaften und Additive auf andere anforderungen abgestimmt ist. Spezielle Anforderungen des 2-Takters ans Öl ist z. B. die Mischbarkeit mit Benzin und raucharme Verbrennung ohne Ölkohle. Vermutlich auch noch einiges mehr. diese speziellen Öleigenschaften sollten beim 4-takt-öl schlechter sein, davon würde ich mal ausgehen. Ein vollsynthetisches Zweitaktöl kostet 7,50 pro Liter und reicht für 100 Liter E10. 100 Liter E10 kosten derzeit 155,- Euro. Die Ölkosten betragen also 4,84%. Wenn du billigeres Öl kaufst, könntest du also ggf. ein bis drei Prozent deiner Energiekosten sparen. Die Frage wäre dann aber noch, ob ein vollsynthetisches 4-takt-Öl vom Prinzip besser wäre wie ein gleich teures mineralisches 2-takt-Öl.
Da es dazu keine Studien gibt, kann man sich nur auf Erfahrungen stützen. Erfahrungen sind allerdings derart subjektiv, dass sie jeden möglichen messbaren Unterschied zu nichte machen dürften. Also aus Erfahrungen kann man meiner Ansicht nach keine ernsthaften Schlußfolgerungen ziehen.
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Beffen10 am 09. Februar 2012, 14:11:14
soooo,   
ich hab dann nochmal ein bisschen bei e-bay gestöbert und habe folgendes öl gefunden:  (gibt es auch in sechzig liter gebinden)


http://www.ebay.de/itm/20-Liter-2-Takt-Ol-Zweitaktol-2Taktol-vollsynthetisch-JASO-FC-4-60-L-/280813108401?pt=Autopflege_Wartung&hash=item4161c3fcb1 ($2)

1. würdet ihr dieses öl fahren oder kann es qualitativ schlechter sein als teureres?

2.  braucht öl ein zertifikat?

3.  ihr sagtet ja, dass euer ölauch kein markenöl ist, oder?

4.  oooder ist heute jedes öl gut, weil sich keiner mehr erlauben könnte, schlechtes öl zu produzieren?




lg  :)
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 09. Februar 2012, 16:59:47
Ich würde das Öl auch fahren. Da ich aber jahrelang 20 Liter Gebinde benutz habe, bin ich froh, dass es das Öl mittlerweile auch günstig in Literflaschen mit Skaleneinteilung gibt. Bei dem 20 Liter Kanister musst du jeden Liter erst einzeln abfüllen. Eine ziemlich aufwendige und schmierige Sache. Du benötigst passende Flaschen. Die müssen nach dem Abfüllen meist alle nochmal von außen abgewischt werden. Handelsübliche Ölflaschen sind nach der Benutzung in der Regel nicht mehr richtig dicht. Getränkeflaschen haben keine Skala, die man aber zum Tanken benötigt.
Natürlich könnte ich unser Öl auch im 20 Liter Kanister anbieten und dann wäre es auch billiger. Es ist aber schlicht übel unpraktisch! Zumal 20 Liter für 2000 Liter Benzin reichen, also für weit über 20.000 km. Wer will soviel Tanken? Ich nicht. Ich bin froh, dass ich bei Bedarf einfach eine neue saubere dichte Flasche aus dem Regal nehmen kann und diese sauber, dicht und Sorgenfrei im Kofferraum mitführen kann, bis ich sie brauche. Die 2 Euro Mehrpreis pro Liter nehm ich dafür gern in Kauf, gerade wenn ich das im Vergleich zu den Benzinpreisen sehe.

Die anderen Fragen kann ich nicht beantworten, da bin ich nicht der Experte.
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Flo am 12. Februar 2012, 12:20:46
Guten Morgen die Herren,

@beffen:

blaue Verfärbung treten auch, oder hauptsächlich, bei Schmierung per Rizinusöl auf und das wird bekanntlich im Rennsport zur Schmierung benutzt. Rizinus ist benfalls pflanzlich.

2.: mit dem jetzigen Motor ca. 5000 mit dem vorherigen ca 30000 wobei der gebraucht mit unbekannter Laufleistung war.
(gestorben ist der am Kolbenklemmer mit Pleulschaden aufgrund stark verstellter Zündung.)
Insgesamt belaufen sich meine Erfahrungen mit P-öl auf ca 280000km wobei davon ca.75-80000 auf den Trabant entfallen der Rest ist, Versuch P-öl als Treibstoff im Dieselmotor.

@ little:

der Kat kostete 50 Euro und dient zur Geruchsminimierung da ich nunmehr des öfteren im Stadtverkehr bzw Dorfverkehr unterwegs bin.

Mehrverbrauch konnte ich  feststellen, und im liegt Bereich 0,2-0,4l , was aber auch an Fahrweise/Beladungszustand d.FZ liegen kann oder an meinen Experimenten.
Abgesehen davon werden die Kats nicht mehr hergestellt und ein schon  produziertes Teil liegen zu lassen ist volkswirtschaftlich gesehen ebenfalls bedenklich.

Das es beim orig. Trabant wenig Sinn hat mit Kat zu fahren weiß ich, aber im Zusammenhang mit meinen Bemühungen, zB. P-öl zur Schmierung
E-85 bzw gebr. Reinigungsalkohol und/oder Destilationsvorlauf zur Verbrennung zu nutzen, brauche ich ihn um den Schadstoffausstoß auf einem erträglichen Niveau zu halten.

Mfg Flo

   


Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Beffen10 am 16. Februar 2012, 20:48:38
hallöööle    :smiley1289

@flo: 
Zitat
Das es beim orig. Trabant wenig Sinn hat mit Kat zu fahren weiß ich, aber im Zusammenhang mit meinen Bemühungen, zB. P-öl zur Schmierung
E-85 bzw gebr. Reinigungsalkohol und/oder Destilationsvorlauf zur Verbrennung zu nutzen, brauche ich ihn um den Schadstoffausstoß auf einem erträglichen Niveau zu halten.

ich habe eben in diesem moment am pc festgestellt, dass wir 2 km weiter eine E85 tankstelle haben.

fährst du mit deinem trabant wirklich E85 ?
oder kannst du es für möglich und unschädlich halten?

anfang des letzten jahres gabs mal eine diskussion darüber, ob man E10 fahren könnte. kann man ja, mache ich auch und little ja auch. alsoo.. in dieser diskussion (letzter beitrag am 19. März 2011) sagtest du, dass der motor ja niemals klingeln würde, allein weil E85 viel mehr oktan hat, und das es auch nicht unbedingt gummi angreift meintest du auch.

also auch die frage an alle...
wer fährt alles mit dem viiiiiel billigeren E85?
und wer hat welche erfahrungswerte auf wie vielen kilometern ??? (auch wenn das ja nur erfahrungen und keine wissenschaftstests sind)


soo, dann schönen abend noch an euch   :wink
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Atti601 am 17. Februar 2012, 10:20:09
Lies mal hier: http://www.trabiforum.de/index.php?topic=136.msg1581#msg1581 ($2)
die letzten 2 Beiträge, da weist du was da passiert.
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Beffen10 am 17. Februar 2012, 23:02:52
naabend..

ich bitte unbedingt um weitere meinungen und erfagrungen von anderen    :smiley1289

schönen abend noch
gruß
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Flo am 19. Februar 2012, 17:07:12
Hallo,


Alkohol zerstört den Trabant! :smiley1295

Das steht fest, wenn er in deinem Kopf sein Unwesen treibt! :smiley1289

Es gibt einen Weg herauszufinden ob Alkohole, also auch E85, an den im Trabantmotor vorhandenen Metalle Schäden hervorruft oder nicht!

Lege diese Matalle in E85 und setze sie unterschiedlichen Temperaturen aus.

Achtung: Aerosole des E85 sind u.U brennbar.

Ergebnis: keine, manchmal Verfärbungen ,die aber nicht relevant sind.

Nun wiederhole dieses mit einer Wasser-Salz-Lösung.

Ergebnis: Oxidation

Schlussfolgerung: ich fahre im Winter kein Auto mehr da Wasser und Salz mein Auto zerstören.

Scheiß Rost.

@Beffen

ich fahre alles.

bis E30 ohne Änderungen möglich.

Ab E35 etwa sind Anpassungen an der Bedüsung notwendig.Hauptdüse größer, LL-luftdüse kleiner.

Entmischung des Öl´s ab etwa E40 da Öle mit Alkohol meist nur eine Emmulsion eingehen.

Abhilfe wird gesucht, Pflanzenöle sind besser mischbar und gehen Lösungen ein, allerdings abhängig von der Temperatur. 


Achtung; Verfügbarkeit E85 nur im Sommer dann allerdings meist höher als E85 im Winter niederer (meistens).


Mfg Flo


An alle Zweifler:

Schäden durch E10 oder anderen E-Sorten wurden bisher nicht  bewiesen.








 



Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Beffen10 am 21. Februar 2012, 21:52:50
mooin..   :smiley1289

ich habe mal gerechnet:   (der gute dreisatz)

wenn ich, wie wir alle ja eigentlich, 20 liter tanken, passt es genau E30 zu mischen, wenn man 5 liter E85 und 15 liter E10 tankt  :)
also man liegt dann genau bei E28,75, wobei weniger ja auch nicht schlecht ist  :smiley1289


das ding ist nur, ob noch mehr andere, die vllt mal reinschnuppern in dieses forum, auch zusätzliche erfahrungen gesammelt haben.


@flo:   kann ich mir da sicher sein, dass bei E28 nichts passiert?   :smiley1295
warscheinlich schon, oder? das wird sich auch bei den jetzigen temperaturen mit vollsynthetischem öl mischen?



     ich finde dieses thema unglaublich spannend und interessiere mich stets für andere meinungen und vor allem erfahrungen

schönen abend noch.    :wink
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Flo am 25. Februar 2012, 12:22:28
Hallo Beffen,

ja das funzt auf alle Fälle, vermutlich ist die Alk-Konzentration  niedriger da im Winter kein "reines" E 85 angeboten wird.

Falls es dich beruhigt, ich bin mehrere zehntausend km mit E85 gefahren (Im Corsa 1.2) und das ging ohne jegliche Probleme.
Weder Schläuche noch irgend etwas anderes ist je kaputt gegangen, warum auch ?

Das Du synt.Öl verwenden willst kann ich nicht nachvollziehen da Du eigentlich sparen willst, verwende doch mineralisches.

@Little.

Bist Du dir sicher das man vollsynt.Öl empfehlen kann? Ich habe gerade eine Bekanntmachung eines Trabantclub´s oder Teilelieferanten im Kopf der gerade das Gegenteil behauptet nämlich "...so kommt es bei Verwendung von vollsynt Öl  des öfteren zu verklebten Kolbenringen
...Wir empfehlen daher bei mineralischen Ölen zu bleiben." :smiley1693
Nachvollziehbar könnte ich hier keinen (vllt wirtschaftlichen) Grund erkennen das eine abzulehnen um das andere zu verkaufen.

Wenn ich finde werd ich mal scannen und einstellen.

Mfg Flo

Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 27. Februar 2012, 09:28:08
@ Flo: Ja, ich bin mir sicher. Kolbenringe verkleben nach meiner Auffassung durch Ölkohle und gerade Ölkohle soll ja bei dem vollsynhetischen Öl weniger oder gar nicht auftreten. Ich habe schon viele verklebte Kolbenringe gesehen, die mit mineralischem Öl gefahren wurden. Die Bekanntmachen würde ich gern mal sehen. Ich habe mit vollsynthetischem Öl erstens nur gute Erfahrungen gemacht und zweitens bessere Erfahrungen wie mit mineralischem. Aber mal nachgedacht: Was soll im vollsynthetischen drinnen sein, was die Kolbenringe verkleben könnte?!? Bei vollsynthetischem Öl und den zusätzlich enthaltenen Additiven werden die Eigenschaften verbessert und nicht verschlechtert. Warum sollte der Trabantmotor eine Ausnahme machen? Dazu gibt es keinen Grund!
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Beffen10 am 28. Februar 2012, 22:59:40
schönen guten abend  :smiley1289


also ich habe schon öfter von nem bekannten gehört, dass seine dkw RT 175 bj. 55 (ich hab ne rt125, darum redeten wir drüber) vom vollsynthetischen öl kolbenklemmer hatte.
er hat dann den test gemacht und im gleichen verhältnis mineralisches öl gefahren, wobei ausdrücklich kein kolbenklemmer mehr vorkam.

@ alle: ich hab neulich die kompression gemessen und bekam auf dem einen zylinder den wert 7,8 bar und auf dem anderen 7,0 - 7,1 bar heraus.  ich habe vor 600 km die kopfdichtungen neu gemacht und mit vorgeschriebenem drehmoment (um die 44 nm) festgezogen. sollte man die nochmal nachziehen? eigentlich ja nicht, weil sie ja mit der geforderten kraft angezogen worden sind und sich ja normal nicht lösen, oder??  ist die differenz der kompression zwischen beiden pötten beunruhigend?? der motor zieht auf jeden fall gut durch und das kerzenbild beschrieb ich ja bereits.

@alle: denkansatz: kann es (verklebte kolbenringe) nicht auch von der art und güte der verbrennung im zylinder abhängen, wie die ringe aussehen?
ich hab auf jeden fall hellbraune kerzen. mit vollsynthetischem (bis jetzt 1:80)

@ flo: also meine E30 mische kannst du mir gut empfehlen.
          wenn ich sparen will, kann ich dann nicht auch einfach pflanzenöl nehmen? ist egal welches?
          löst sich dass auch bei niedrigeren temperaturen besser im "E30" als anderes öl ?
          du hast ja eh davon gesprochen, dass es sich besser im benzin und alkohol löst und ja allgemein auch besser ist für den
          motor, oder?



wieder viele fragen. bitte alle kommentieren !     :smiley1299
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 29. Februar 2012, 10:23:29
"ich habe von Bekannten gehört...."

Das sind wir bei der bekannten Forenproblematik. Das würde ich, wenn ich es von meinem Bekannten höre, ernsthaft bei dem Bekannten hinterfragen und ich empfehle im Forum extrem vorsichtig mit solchen Aussagen um zu gehen. Wir hier als Leser können absolut nichts damit anfangen und sollten auch nichts darauf geben. Das bringt uns nicht weiter. Testergebnisse von Bekannten sind das eine aber frag ihn doch mal bitte, was er denkt, welcher Bestandteil des vollsynthetischen Öls bei ihm die Klemmer verursacht haben soll?! Was soll das mineralische da besser machen, dass der Kolben dann nicht mehr Klemmt??
Es könnte z. B. sein, dass Kolbenspiel nicht stimmte. Nach den Klemmern hat sich ein erhöhter Verschleiß und damit ein erhöhtes Spiel eingestellt und dann klemmte er paralell zum Ölwechsel nicht mehr. Ebenso hat mineralsches Öl weniger oder keine Verschleißadditive wodurch sich ebenfalls das Kolbenspiel schneller erhöht, der Motor schneller verschleißt bzw. auch schneller einfährt und die Gefahr von Klemmern temporär geringer wird. Man müsste viele weitere Parameter wie z. B. Laufleistung/Temperatur von deinem Bekanten abfragen um so eine Erfahrung hier im Forum ernst nehmen zu können.

Unterschiedliche Kompression kann an den Drehschiebern und Drehschieberflächen liegen. Ebenso beinflußt der Sprit die Kompression erheblich. Also ein trockener Zylinder hat z. B. auch kaum Kompression. Ich würde auf deine gemessenen Werte nichts geben, hauptsache der Motor läuft gut.
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Flo am 04. März 2012, 13:43:09
Hallo,

@little:

ich such nach der Bekanntmachung,mal sehen wo die liegt.

 Im übrigen habe ich festgestellt das fehlende Kompression sich erheblich auf die Ölablgerungen auswirkt. :smiley1681
 Die Verbrennungungstemp. hängt bekanntlich erheblich von der Kompression ab,(siehe Mitteldruck,Arbeitsdruck usw), und eben fehlende Kompr. und damit Temp. führt zu Ablagerungen. Mineralische Öle haben bestimmte Zusätze die die Abbrandtemp.der Ölreste herabsetzen.
Bei vollsynt. fehlen diese Zusätze,- meines Wissens-, bzw sind in der Konzentration erheblich veringert. Somit wären vermehrte Rückstände und verklebte Ringe zu erklären . Ich denke das bei einem intakten Motor das Öl keine Auswirkungen, hat bei einem nicht ganz taufrischen (der ein oder andere Klemmer) mineralisches  Vorteile hat.


@beffen:
Kompression bei Betriebstemp und voll offener Drosselklappe messen, Unterschiede bis 15-20 % sind unbedenklich,bei minderzylindrichen leidet bei Unterschieden die Leerlaufruhe und Leistungsentfaltung stärker als bei mehrzylindrichen. logisch oder?  :smiley1678
 
Du kannst pfl-Öl nehmen, das günstigste ist grad gut genug. (Raps- oder Sonnenblumenöl.)
Teurere Öle sind auch nutzbar, aber nicht nur teurerer sondern auch ökologisch bedenklich. siehe Palmöl/Regenwald.

Der Alkanteil im E30 ist nicht hinderlich bei der Schmieröllösung, und längere Temp unter -5°C sind nicht mehr zu erwarten. Keine Angst. :smiley1299
Sollte an Bergen -zum Beispiel- ein Hochtempklingeln einsetzen dann leicht den Choke ziehen und oben am Berg anhalten und an der Gemischregulierschraube  in Richtung fett drehen. Das sollte reichen.

Falls nicht: Sprit nachtanken, also aufgeben, oder daheim Hauptdüse etwas größer wählen -abhängig vom Gaser- etweder 120(ältere Gaser außer HB28 2-6) oder 115 bei Vergaser H1-1und HB28 2-6, beim H1-1 sollte auch die Zd vergrößert werden.

Das Hochtempklingeln  tritt allerdings nur auf wenn der Motor bereits Nebenluft zieht ,ansonsten laufen speziell die älteren Gaser bis 2/3 Last fett und werden erst gegen Volllast fast mager.
 Allerdings nie unter Lamda 0,9. Das klingeln tritt aber erst bei Volllat und Lamda 1 oder noch magerer auf.

Bedingung Zündung richtig eingestellt!!! sonst klingelt der Motor aus anderen Gründen.


Einen  erheblicheren Einfluss auf die Lebensdauer des Motors haben Zünd-sowie Vergasereinstellung !!!

Das pfl-Öl , Mineral- bzw Vollsynt -Öl haben einen etwa gleichgestellten Einfluss auf die Lebensdauer, stimmt aber  Zündungs- oder Vergasereinstellung nicht,  kanns das beste Öl nicht retten!

Mfg Flo

Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Flo am 28. April 2012, 15:49:55
Hallo,

mit neuem (wenig gebrauchten) Motor und 1/80 mineralöl fahr ich nun seit ca 300 km ohne Probleme,hoffe das bleibt so!
Weiter runter möchte ich nicht gehen da auf dem Kanister 1/50 als  Minimalzugabe aufgedruckt ist.

Mfg flo
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 30. April 2012, 12:04:45
 :smiley1678
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Flo am 17. Mai 2012, 21:57:47
Hallo,

immer noch Mischung  1 zu 80   und der Motor läuft einwandfrei und ruhig.

Nur eins gibt mir zu denken: der Motor ist dicht, Zündung steht bei ca 3,5 mm vor OT und die Kiste klinglt mit E10 das es weh tut.
Mit Super E5 so ruhig wie selten einer.
Sollen 5% den Unterschied machen,und das nur bei dem Motor?Hab andere Motoren mit höhren Anteilen gefahren und nicht gehört.

Nun hat meiner einer den Vergaser mal beschnüffelt und... nichts alles iO, Abgaswerte bei 2,8Vol% auch iO  -und so hoch wie bei noch keinem von meinen-.(Vergaser HB 28 3-9)

Soll heißen: fette Gemische klingeln nicht/spät, aber er tut´s  :o

Ratlosigkeit macht sich breit.

Kennt jemand ne günstige Methode den Alk-anteil im Sprit zu messen/bestimmen?


Mfg Flo







Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Flo am 20. Mai 2012, 18:26:38
Hallo,

so, zufrüh gefreut nach der etwa 4 Tankfüllung mit 1zu80 ist mir heute der Motor 4 mal auf einer Strecke von knapp 120 km fest gegangen.

Dabei liefen die ersten 80 km ganz gut, dann Pause (kurz Geburtstagskind gratuliert 30 min), dann gerade Strecke ca 95-100 (2/3 Gas)
gerade am Gas weg nehmen weil Dorf in der Nähe und...   Motor brummt... will gas geben aber ... nichts aus !
Choke gezogen und sofort wieder gestartet... ging... Geräusch normal, sachte weiter choke auf halb, gas weg, motor brummt und ...aus .


So gings noch 2 mal dann war ich daheim, Kerzen raus, beide rehbraun, hätte vermutet das beide oder zumindest eine angeschmolzen/schwarz/grau wäre, aber nichts.

Werde mal die Zylinder abziehen wetten es ist der 1 Zylinder ?.


Mfg Flo
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 21. Mai 2012, 11:24:43
Mir ist früher oft der Motor fest gegangen. Das äußerte sich bei mir aber darin, dass er blockiert. Danach waren Späne an der Kerze. Ich weis nicht, was du mit "brummen" meinst.
Ich bin nach wie vor bei 1:100, E10 und einem Motor mit vermutlich hoher unbekannter Laufleistung. Klingeln habe ich absolut nicht. Anbauteile Mikuni, MBZA und vollsynthetisches Mischöl. Ich fahre Stadt und bergige Landstraße gern vollgas.
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Flo am 21. Mai 2012, 18:47:49
Hi Little,

mit brummen meine ich das kurze dumpfe Geräusch vor´m festgehen,dh fest is er ja nicht wirklich waren nur Kolbenklemmer mit Beschädigung der Ringe. Warum ist mittlerweile auch klar, der Riemen hängt in Fetzen. :smiley1681

Für die Lima hat wohl noch gereicht für den Lüfter nicht.

Mir war klar das es nicht an der Schmierung liegt wäre sonst wohl eher passiert.

Im übrigen war der Motor nicht aus der Bewegung heraus zu starten ,blockierte sofort bzw Kupplung rutschte durch, mit dem Anlasser gings aber.


Egal weiter gehts, werde nach der Instandsetzung doch mal synt-Öl probieren!


So long...

Flo
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 21. Mai 2012, 19:21:03
Der Riemen in Fetzen? Der war wohl noch original DDR? ;)
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Flo am 22. Mai 2012, 20:28:50
Hi Little,

Nö echt Westdeutsch, aber gut"abgehangen" bestimmt  10 Jahre alt vor Einbau.  :smiley1681


Mfg Flo

Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 25. Mai 2012, 22:02:35
Na so was.  :smiley1646
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Novo am 14. Dezember 2012, 22:13:11
Also ganz ehrlich was ihr hier mit dem Mischverhältnis treibt.
Syn Öl und dann auch noch 1:100?
Der Ölfilm wird dünner, die Kompression schlechter und die Kolben werden zu heiß.
Ergebnis liesst man ja die paar Beiträge über mir.

Klar hat sich das Öl in den letzten Jahrzehnten verbessert, dann nimmt man halt halb-syn Öl und 1:50 und tastet sich ein wenig ran bis es nicht mehr qualmt, je nach Öl so 1:60 - 1:70 und gut ist.
1:100 ist nicht gut, macht nur auf Dauer eure Kolben(Ringe) kaputt ...
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 17. Dezember 2012, 09:33:50
Der Ölanteil macht die Kompression nicht aus, sondern das Benzin. Weniger Öl bedeutet weniger oder gar keine Ölkohle, keine von Ölkohle festgefressenen Kolbenringe und damit eine bessere Kompression und weniger Temperatur an den Kolbenrändern, mehr Leistung, weniger Klingelneigung. Vollsynthetisches Öl bedeutet wiederum weniger Ölkohle und weniger Reibung und damit weniger Temperatur. Weniger bzw. gar kein Klingeln und keine Ölkohle verlängern die Laufzeit des Motors nach meinen persönlichen Erfahrungen erheblich. Einzigster Nachteil: Der Auspuff wird lauter, weil der nicht mehr mit Ölkohle zugesetzt ist.

Dein einzigstes Argument, dass weniger Öl = weniger Kompression bedeutet, halte ich für völlig falsch. Ich glaube nicht, dass ein Ölfilm beliebig dick oder dünn wird. Wichtig ist, dass einer da ist. Durch die synthetisch verbesserten Eigenschaften des vollsynthetischen Öls wird der Ölfilm standhafter und zudem sind Verschleißschutzadditive beigemischt.
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: DieKleineFrankee am 27. Januar 2013, 11:41:53
Halli Hallo, ich habe jetzt generell mal ne Frage zum Öl:

Als ich meinen Trabbi neu hatte hieß es von vielen Bekannten und Freunden die auch mal so ein schmuckes Gefährt hatten,
dass ich blooooooos nieeeeeeeeeeeee Voll- oder Teilsyntetisches Öl benutzen soll IMMER NUR MINERALISCHES...

Jetzt habe ich hier auf der 1. Seite (meine ich) gelesen, dass ihr nicht nur Mineralisches in den Tank kippt...

Bin jetzt relativ verplant und bin mir unsicher, zumal ich auch in sehr naher Zukunft wieder Öl kaufen muss...
Kann ich da einfach das billigste nehmen?
Hatte jetzt DAS HIER in Überlegung...:

http://www.ebay.de/itm/261089276544?ssPageName=STRK:MEWAX:IT&_trksid=p3984.m1438.l2649 ($2)

Ich achte halt immer auf den Literpreis, denn ich muss im Durchschnitt in der Woche 2x 15-20 Liter tanken,
weil ich ihn halt im Täglichen Gebrauch habe und es echt kostspielig ist für 1L 10 und Mehr Euro zu zahlen, also nehm ich notfalls auch  etwas größere Mengen, der letzte Kanister hatte 20L...
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 30. Januar 2013, 14:04:43
Frag einfach deine vielen Bekannten und Freunde "warum". Vermutlich wirst du keine logische Antwort bekommen und dann weist du, was du von den Empfehlungen halten kannst. Nämlich nichts. Solltest du doch eine vernünftige Erklärung bekommen, schreib sie hier rein.

Was die Qualität angeht, so liegt es in der Natur der Sache, dass das teurer vollsynthetische Öl besser ist. Da sind viele nützliche Additive drin, die andere extra dazu kaufen. Du kannst aber natürlich auch das billigste nehmen, sicher immer noch besser wie das DDR ÖL.

Du bekommst den Liter vollsynthetisches hier unter 10,- Euro. http://trabiteile.de/product_info.php/products_id/1428 ($2)

Das kannst du 1:100 mischen. Unterm Strich wird es dann auf 100km gerechnet immer noch teuerer wie das Billigöl. Vorteile wären allerdings die bessere Händelbarkeit in der Literflasche. Kein Umfüllen, kein 20 Liter Kanister im Kofferaum, bequemes Mischen aus der original-Flasche. Weiterhin wird deine Abgasfahne viel besser, dein Motor hält mitunter wesentlich länger, ggf. spürst du mehr Leistung.
In unserer Vereinswerkstatt habe ich noch einen angefangenen 20 Liter Kanister mineralisches Öl. Dass wollte nicht mal mehr einer geschenkt haben, nachdem ich sie alle von Literflaschen Vollsynthetisches überzeugt hatte. :)
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: DieKleineFrankee am 04. Februar 2013, 17:23:28
Die einzige Erklärung, die ich immer bekam, war "das macht man eben so" zu viel Öl ist schlecht für den Motor und alles was mit der Masse an Gemisch in Kontakt kommt, er läuft zu fett und irgendwann garnicht mehr, zu wenig Öl ist NOCH schlechter, weil die Kolben dann stecken bleiben wenn man das zu lange (bzw zu oft) macht" deswegen hab ich damals lieber erst garnicht rumprobiert, nachdem ich TROTZ "richtiger Mischung" irgendwann nicht schneller als 70 fahren kommte, bei fast Vollgas und als ich die Kerzen rausbastelte hing ein Stückchen drin, was mein derzeitiger Freund, als Stück vom Kolbenring identifizierte... und der austauschmotor war ECHT nicht billig.
Ich meine, sparen tu ich (nicht wissentlich) an den falschen Enden, aber das hätte mich fast umgehauen...
Aber wat mut, dat mut, wa...
Seit dem läuft der kleine eigentlich (meistens) gaaaaaanz brav  :smiley1652

Werde mal auf die Seite schauen
AAAABER nur fürs Verständnis:
Es ist WURSCHT welches Öl, hauptsache Öl was den Motor schmieren kann
Ergo Voll- oder Teilsyntetisches ist genausogut wie Mineralisches?!
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 12. Februar 2013, 13:23:50
Ich versteh jetzt die frage nicht so recht. Natürlich ist vollsynthetisches besser.
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: J-P601K am 30. März 2013, 23:24:31
 :smiley1776

Bin jetzt über 30 tkm mit Gemisch 1:200 unterwegs.

Tacho:  67 tkm im März 2011 gekauft-jetzt 120 tkm-ab 90 tkm 1:200

http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/538012.html ($2)



PS
R., danke für den Link
http://lm-1.de/Lambdamessung/MTX-L-Anzeige-mit-integriertem-Lambdacontroller--67.html ($2)
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 01. April 2013, 11:40:03
Sehr interessant!! 6 Liter Verbrauch, Sparvergaser und 1:200. Hört sich erst mal komisch an. Es kommt aber auch darauf an, ob Kurz- oder Langstrecke, Stadtverkehr, Autobahn, vollsynthetisch oder mineralisch etc. Zumindest scheint es in deiner Konstellation schön recht lange zu funktionieren. Ist es noch der erste Motor? Falls ja, muss man anmerken, dass selten Motoren über 100000 halten. Also selbst wenn deiner mal das zeitliche segnet, so wäre das nur normal.
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: J-P601K am 01. April 2013, 19:09:03
 :smiley1681
Das es solange funktioniert, hätte ich auch nicht gedacht. Jeder hat mir abgeraten.
Auch wegen dem 28H1-1.
Auf jeden Fall, kann ich Deine Empfehlung  1:100 voll und ganz unterstützen.

Die Motor-Nr. paßt zur EZ 5/86. Da ich nicht direkt vom Vorbesitzer, gekauft habe...
Vielleicht kann ich über  Einw.meldestelle den letzten Besitzer kontaktieren, hab aber nur Name und Vorname.

Hätte schon ganz gern gewußt, ob irgendein Eingriff die ersten 67 tkm statt gefunden hat !!
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: J-P601K am 04. April 2013, 01:34:34
Noch ein paar Ergänzungen:


Ich betrachte mein 1:200 Mischungen als Test, da es keine Erfahrungswerte gibt.

Tacho 90-120,5 tkm also 30,5 tkm ohne Motorschaden finde ich schon mal ganz i.O.
davor
Tacho 80-90 tkm  1:100
davor
Tacho 67-80 tkm 1:50 und schrittweise auf 1:100

vor
Tacho 67 tkm unbekannt
Ich gehe davon aus, daß sich etliches an Ölkohle angesammelt hat.

Art  des 2T-Öls/ selbstmischend: am Anfang mineralisch (Hochleistungsscooter-Öl bis 10.000 U/min 1l ca. 5,-; jetzt aber mehr teil- bzw. vollsynth.

Tankvorgang:
erst 50 ml Öl aus 1-Liter-Flasche (100ml Skaleneinteilung), dann 10 l Super-kein Vormischen (ev. noch mal Öl nachfüllen (wenn es keine 50 ml waren))

Fahrweise: bis max 60-65 im 3., auf ebener Strecke bei 45-50 in 4. Gang, Dauer-Reisegeschwindigkeit 80-90

Fahrstrecken: wenig Kurzstrecke bis 6 km(Stadt bis 75 km/h), Normalstrecke 25 km hin und dann zurück, oder zurück ca. 35 km aber geteilt; Autobahn nicht so oft, auch im Winter täglich, früh ab 04.30 Uhr bei Tiefsttemp.

Klingeln: bei billigem 2T-Öl ab 80 km/h (?) nicht selten, habe ich überhaupt nicht
Hatte ich am Anfang auch regelmäßig. Durch weniger und besseres Öl einfach weg !!
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: glatzal am 28. Juni 2017, 20:44:27
Hallo zusammen,

ich fahre seid kurzem (etwa 40 km) mit Gemisch 1:80 und möchte mich schrittweise 1:100 nähern. Im Moment verwende ich teilsynthetisches Öl. Habt ihr bei euren " Test" akustische Veränderungen am Motor bemerkt (etwas lauter, etwas blechern)?

VG
glatzal
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 29. Juni 2017, 22:25:43
Durch die Versottung der Auspuffanlage wird diese mit der Zeit dumpfer und leiser. Wenn Motor und Auspuff sich wieder frei blasen, werden diese auch wieder lauter.
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Resi am 18. September 2018, 15:22:22
Ich bin neu hier Fahre ,fuhr, viele Jahre Trabant und bin mit der Mischung 1:33 immer gut ausgekommen. Habe einen Überholten Motor von Trabant de Zwickau drin auch der läuft sehr gut mit dem Mischungsverhältnis . Ein neues Getriebe Antriebe Stoßdämpfer und und habe ich investiert in ein Cabrio das ich in Brandenburg von einem Menschen gekauft hatte der alles alten Schrott eingebaut hatte. Will nicht meckern hätte genauer hinsehen müssen! Aber nun nachdem ich auch das Schütteln  auf der Vorderachse im Griff habe wird er mir noch viel Freude machen
Titel: Re: Mischungsverhältnis 1:100 beim Trabant 601
Beitrag von: Little am 26. November 2018, 09:12:35
NEIN! Bitte nicht noch mehr Öl rein machen als bereits der Hersteller vorgibt. Auch wenn du alle Logik und alle technischen Argumente nicht glauben möchtest, so gibt es KEINEN guten Grund mehr zu nehmen als bereits ab Werk vorgeschrieben. KEINEN !! Finger weg von 1:33!!