Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
15. Oktober 2019, 02:58:32
Neuigkeiten: Besucht auch unser Trabi-Forum bei Facebook: https://www.facebook.com/groups/342317659145334

Trabiforum  |  Diskussionen  |  Trabant Technik  |  Thema: Haltbarkeit von Öl und Benzin 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
Seiten: [1] Drucken
Autor Thema: Haltbarkeit von Öl und Benzin  (Gelesen 12331 mal)
wolfi
Neuling
*
Offline Offline

Beiträge: 2

« am: 16. Juni 2009, 22:12:35 »

Diese Frage beschäftigt mich schon lange, habe schon sehr unterschiedliche Antworten bekommen, speziell für den 2-Takter. Also:

Wie alt darf 2-Takt-Öl sein ?

Wie alt darf 2-Takt-Mischung sein ?

Wie alt darf Benzin als Basis für eine 2-Takt-Mischung sein ?

Für meine Kettensäge verwende ich im Herbst immer Mischung mit "Alkylatbenzin", das ist zwar sehr teuer, soll aber längere Zeit haltbar sein und außerdem weniger giftig. Es wird ausdrücklich damit beworben, dass man es auch längere Zeit, z. B. über den Winter in der Maschine lassen kann. Macht das beim Trabant auch  ?



Gespeichert
Little
BIG BOSS
Administrator
Rennfahrer
*****
Offline Offline

Beiträge: 666


« Antwort #1 am: 16. Juni 2009, 22:19:58 »

Ich hab keine fundierte Antwort für dich. Ich besitze seit 10 Jahren ein Motorrad, welches nur ein bis 2 mal im Jahr gefahren wird und die restliche Zeit steht. Außer einem Ölwechsel habe ich seit Anschaffung keinerlei Wartungsarbeiten vorgenommen. Also auch kein Benzin vom Vergaser abgelassen oder ähnliches. Es springt jedes Jahr wieder an. Auch meine Saisontrabis werden im Herbst abgestellt und starten im Frühjahr problemlos. Das sind meine Erfahrungen. Ich denke, dass nichts zu beachten ist, wenn das Gerät jedes Jahr mal benutzt wird.
Gespeichert
Trabant 2.0 16V
Neuling
*
Offline Offline

Beiträge: 18

« Antwort #2 am: 10. Juli 2009, 21:13:03 »

als die letzten beiden Trabis die wir ausgegraben hatte stande seit anfang der 80iger und hatten noch den oginal sprit drinne und sind gelaufen wie sau


mfg Daniel
Gespeichert
nichts ist umsonst selbst der tot kostet das leben
flitzpiepe1384
Neuling
*
Offline Offline

Beiträge: 2

« Antwort #3 am: 10. September 2009, 23:39:20 »

Hallo allerseits,

zu diesem Thema gibt es mehrere Lösungsansätze.
Es geht hier ja sozusagen um Mindesthaltbarkeitsdaten.
Diese werden weder für Öl, noch für Benzin gesetzlich gefordert.
Also ließe sich vermuten, beide Stoffe sind unbegrenzt haltbar.
Das ist auch der Fall, wenn man von absolut dichten Aufbewahrungsgefäßen ausgeht.
Die Praxis ist aber, daß kein handelsübliches Aufbewahrungsgefäß absolut dicht ist.
Beim Benzin ist es so, daß durch die Wände von Kanistern die Inhaltsstoffe ausdunsten können.
Zwar nur in geringem Maße, aber sie können.
Als Beispiel nehme ich hier mal den Inhaltsstoff n-Oktan(chemisch C8H18), den sicherlich alle Mitleser kennen, bezeichnet doch die Oktanzahnzahl die Klopffestigkeit von Benzin.
Im Laufe der Lagerung in handelsüblichen Gefäßen wird sicher der eine oder andere Anteil dieses Stoffes aus dem Benzin verdunsten. Damit verringert sich bei "altem" Benzin die Klopffestigkeit. Genaue Angaben lassen sich freilich nicht machen, da im Sommer bei großer Hitze mehr verdunsten wird, als bei Frost.
Das Gleiche gilt natürlich für alle weiteren Komponenten des Kraftstoffes. Somit ist "frisches" Benzin klarer in seinen Eigenschaften definiert, als lange gelagerte Ware.
Faustformeln, die Auskunft über die sinnvolle Lagerung und Verwendung geben, kenne ich allerdings nicht.

Für das Öl gelten die oben genannten Ausführungen. Auch hier können wichtige Inhaltsstoffe durch Behälterwände diffundieren.
Damit ist ein frisch hergestelltes Öl immer unterschiedlich zu einem lange gelagerten.
Sowohl beim Benzin, als auch beim Öl habe ich keine Hinweise darauf, daß "alte Ware" zu Problemen führt.
Es gibt Unterschiede zwischen "frisch" und "alt", diese sind jedoch rein theoretischer Natur.

Eine andere Geschichte ist die, daß sich angeblich Zweitaktmischungen im Laufe der Zeit verändern.
Nun, ich denke, dem ist auch so. Sobald Öl und Benzin gemischt werden, entsteht ein neuer chemischer Komplex, in dem andere Abläufe stattfinden können, als in den Einzelstoffen. Die Einzelstoffe sind herstellerseits optimiert, für Mischprodukte kann es keine Formel geben, da kein Hersteller sein Produkt mit allen auf dem Markt befindlichen Produkten abgleichen kann.

Somit ist zu empfehlen, fertige Zweitaktmischung nicht unnötig lange zu lagern. Ich mische grundsätzlich immer frisch an der Tankstelle und sehe zu, daß mein Reservekanister spätestens alle 2 Monate frisch befüllt wird.

Zu den Argumenten der Kettensägenfraktion ist eine Besonderheit zu erwähnen:
Ich bin selber forsttechnisch etwas bewandert ud habe einen guten Freund, der mich unterstützt, wenn es etwas heftiger wird, als ich mit meiner "Damensäge" kann. Er macht das professionell und ist daher mein Sicherheitsberater in diesen Dingen.
Er sagt, Motorsägengemisch darf nicht älter als 14 Tage werden. Zündfähigkeit und Schmierung haben absoluten Vorrang. Es kann tödlich sein, wenn mitten im Fällschnitt die Säge verreckt.
Das dürfen wir hier aber nicht auf den Trabimotor übertragen, haushaltsübliche Kettensägen haben Motörchen von 35 bis 40 ccm mit 2 PS, das würde einem Trabimotor mit 35 PS entsprechen.
Die Kettensäge holt diese Leistung aber aus der Drehzahl, sie läuft mit 12000 U/min, da ist Schmierung und Kühlung halt sehr wichtig, aber wie gesagt, nicht auf den Ottonormaltrabimotor umsetzbar.

Ich hoffe, mein kleiner Exkurs in die Welt der Chemie konnte weiterhelfen.

Beste Grüße

Gerald
Gespeichert
volvomonteur
Neuling
*
Offline Offline

Beiträge: 11

« Antwort #4 am: 26. September 2009, 22:07:18 »

Heute hab ich nach über einem Jahr Standzeit meinen Trabi gestartet - sofort angesprungen. Das Gemisch ist seit Sommer 2004 im Tank.

Gruß, Daniel
Gespeichert
Seiten: [1] Drucken 
Trabiforum  |  Diskussionen  |  Trabant Technik  |  Thema: Haltbarkeit von Öl und Benzin « vorheriges nächstes »
 


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge