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Trabiforum  |  Diskussionen  |  Trabant Technik  |  Thema: Unterschiedliche Zündung,ich kann den Fehler nicht finden... 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Unterschiedliche Zündung,ich kann den Fehler nicht finden...  (Gelesen 14014 mal)
ontario23
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« am: 11. März 2011, 02:08:10 »

Hallo Freunde der ostgermanischen Motorentechnik....
bevor ich meine ganze Geschichte erzähle hier erst mal zwei Fragen....
Woran merke ich das der Geber der elektronischen Zündung einen Schuß hat.
Welche Fehler treten auf wenn die Steuerung eine Meise hat ??

Ich suche schon seid drei Wochen nach der Ursache für meine Unterschiedlich starken Zündfunken.
Trotz analytischer Untersuchungen habe ich gerade keinen Bock mehr.... mir geht das Latain aus......Ich habe aus lauter Frust sogar den ganzen Motor zerlegt, überholt und wieder fein säuberlich zusammengesetzt. Der Fehler ist immer noch da....logisch.......
Zündfunke auf dem Zylinder am Lüfter ist kaum der Rede wert und reicht meistens nicht einmal zum Zünden des Gemisches. Beim anderen kann ich nicht mal den Stecker runterziehen und bekomme dann so eine gewischt das ich eine halbe Stunde später immer noch jodelnd durch die Garage hüpfe....Woran kann das liegen ???? also bei meinen Jawa's hatte ich sowas noch nicht.......
HELP ME !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :smiley1295
Gruß Franko
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Atti601
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« Antwort #1 am: 11. März 2011, 07:02:42 »

Also ich weis ja nicht ob du schon nachgeschaut hast, aber mir fallen da erstmal 2 Sachen ein. Einmal solltest du darauf achten das es die richtigen Zündspülen für Elektronikzündung sind. Diese haben die Bezeichnung 8352.101/6 alles andere ist nur für Unterbrecher gedacht. Und zweite Sache ist, guck mal ob beide Zündkerzenstecker 5 K-OHM haben. Die meisten fahren mit 1 K-Ohm Steckern rum (so wie ich früher), dies kann auch zu einen schwachen Funken führen. Ansonsten kannste ja mal das Steuerteil wechseln.
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« Antwort #2 am: 11. März 2011, 12:23:28 »

Genau so ist es.
Hast du auch schon mal hier gelesen?: http://www.trabiforum.de/index.php?topic=103.0
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dgutschner
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« Antwort #3 am: 12. März 2011, 14:04:19 »

Ich hatte sowas mal unterwegs... Geber gewechelt und gut war.

An sich ist es ja ein Problem an dem Strom und Masse spielen.

Manchmal hilft es auch die Steckschuhe oder andere Leiter mal zu säuber, die Oxidation zu entfernen.
Dann sage ich immer, muss alles für beide Zylinder gleich sein!

der Rest steht ja oben.
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ontario23
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« Antwort #4 am: 14. März 2011, 23:55:14 »

 :o nun gut dann schauen wir mal.....
ich bin der Anleitung gefolgt und habe die Kerzenstecker durchgemessen. Einer hatte 5Kiloohm der andere (stand RFT drauf) hatte komischerweise 5,5 Kiloohm. Nun gut, ich bin euren Gedanke gefolgt und habe mir zwei nagelneue 5 Kiloohm NGK Kerzenstecker zugelegt. Die Stecker eingebaut und los gings auch auf dem zweiten Zylinder. Ich habe gleich voll abgefeiert. Leerlaufdrehzahl und alles was noch offen war, eingestellt.
Ich traute dem Frieden aber nicht und wollte auf totale 100 % sicher gehen.
Dabei hat sich rausgestellt das der Zylinder 2 trotzdem noch einen schwächeren Funken hat als der auf Zylinder 1. Schei......
Nun habe ich angefangen durchzumessen
Hauptspannung am Anlasser 12,58 Volt --> ok
Spannung an den Spulen bei eingeschalteter Zündung nur 11,75 Volt wenn Saft auf der Zündspule an Klemme 1 anliegt
Auf der anderen Zündspule auch noch 0,7 Volt gemessen (Kriechstrom ???), bei Verdrehen des Motors um 180° das gleiche....nur anders rum.....
unten am Geber die Messung durchgeführt....da sind es nur noch 10,4 Volt... :smiley1648
Das mit dem Geberkabel und der Masse probiert und das funktioniert auch....bei Kontakt an Masse Funken an 2, beim Trennen Funken an Zylinder 1....
Tja nun läuft der Motor zwar aber ich habe die eigendliche Ursache immer noch nicht gefunden. Vor allem wenn ich den Motor drehe um 180° sind die Meßergebnisse Seitenverkehrt aber das Problem immer noch auf dem gleichen Zylinder----
Steigt Ihr da durch ???
Gruß Franko
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« Antwort #5 am: 15. März 2011, 16:15:22 »

Du hast einen schwächeren Funken auf einer Seite? Wie stellt sich das dar, also wie "misst" du das? Die Zündspannung prüfst du ganz einfach. Dazu einen Kerzenstecker abziehen und vom Kabel abschrauben. Zündkabelende ca. 5mm vom Kerzenkontakt weg halten und eine 2. Person startet den Motor. Nun siehst du den Funken vom Kabel zur Kerze überspringen. Jetzt den Abstand langsam erhöhen. Die Spannung steigt und der Funke wird kräftiger. Bei einem bestimmten Abstand reist der Funke dann ab, da die maximal mögliche Zündspannung der Spule erreicht ist.  Das gleiche nun am anderen Zylinder machen. Das Ergebnis des maximal möglichen Abstandes wo noch ein Funken überspringt sollte auf beiden Seiten ähnlich sein und ca. 15 bis 30mm betragen.
Solltest du deinen Funken bisher bei herausgeschraubter Kerze an den Kerzenkontakten geprüft haben, so könnte ein schwacher Funke an der Kerze oder auch einem zu geringen Kerzenkontaktabstand liegen. Die Zündspannung ist eins zu eins vom Vorwiderstand und dem Kontaktabstand abhängig. Pauschal kann man sagen: um so größer um so besser.
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ontario23
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« Antwort #6 am: 16. März 2011, 01:26:30 »

ja das mit dem Funken war lustig aber eindeutig zu erkennen. Wenn ich die Kerzen rausgeschraubt hatte und bei eingeschalteter Zündung den Motor von Hand drehte hat der Funke auf Zylinder 1 richtig geknallt und war megamäßig zu sehen, der auf Zylinder 2 war kaum der Rede wert. Auch ein Wechsel der Kerzen hat es nicht besser gemacht.
Nun habe ich mir noch mal Eure ganzen Inputs durchgelesen und zwei Dinge sind mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen.....
.....auf beiden Seiten ist alles Gleich.......und die letzte Info mit dem Wiederstand.....
Als ich mir das auf der Zunge zergehen ließ und zwei schöne Helle zu mir nahm versuchte ich es mal damit das Kabel von Zylinder 2 auf die selbe Länge zu bringen wie das auf Zylinder 1.........
Soll ich euch was sagen............die Funken waren wieder gleich stark............... :smiley1299
Bock zusammengebaut und Testfahrt........
Der Hobel rennt wie Hulle..... :smiley1637
....das war eine Geburt.
Wieder was dazu gelernt
Danke für eure Hilfe
Gruß
Franko aus Baden Württemberg
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« Antwort #7 am: 16. März 2011, 14:52:34 »

Das erklärt das jetzt aber noch nicht abschließend. Was für ein Zündkabel war es denn? War es normales schwarzes Kupferkabel? Ansich sollte die Länge nicht oder nur unter Umständen einen Einfluß haben. Schwarzes Kupferkabel hat keinen messbaren Widerstand.
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Flo
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« Antwort #8 am: 16. März 2011, 19:56:16 »

Moin,

die Zündkabel haben keinen messbaren Widerstand. Stimmt! es sei denn der Kollege hatte einen Kabelbruch und  da wäre es mit einem Voltmeter nicht sicher drauf zu kommen.
Wahrscheinlich hat er mit dem kürzen die Bruchstelle beseitigt.
Ja ja, des Stromes Wege sind unergründlich!

Amen! :smiley1678

Mfg Flo
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« Antwort #9 am: 17. März 2011, 11:23:07 »

Auch das ist keine Erklärung. Die Zündspannung beträgt ca. bis zu 30000 Volt und ein Kabelbruch wäre kein Hinderniss. Der würde sich auf die Zündspannung erhöhend auswirken und den Funken verbessern.
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ontario23
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« Antwort #10 am: 17. März 2011, 19:06:07 »

Tja Männer, so stand ich auch davor.....ich kann es mir auch nicht erklären. Ich habe das durchsichtige Zündkabel im Einsatz. bei meinen Jawas funktionieren die schon seid Jahren problemlos damit....
Kabelbruch kann auch nicht sein. Sämtliche Spannungsversorgungen sind neu. Zündkabel waren nagelneu.....
Ich hab schon so einen Spezial-Trabi :smiley1646
Gruß Franko
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« Antwort #11 am: 17. April 2011, 23:11:29 »

 :o so wie der Smily, so schaue ich auch gerade aus der Wäsche.....
ich fasse es nicht......die ganze Bastelei scheint das Ursächliche doch nicht eliminiert zu haben.
Ich bin die letzten Wochen immer mal kurz gefahren, da ich immer noch auf die neuen Papiere vom KBA warte, kann ich ja nicht auf die Straße.....

Gestern hab ich noch was an der Bremse gebastelt und nun ist mir bei der Probefahrt wieder der Mist passiert.
Ich bin losgetuckelt mit meinem "Einzylinder" und der zweite wollte wieder nicht mitarbeiten.
nach ein paar versuchen den Motor hochzutouren kam dann der zweite mal wieder.
Als ich wieder zu Hause ankam hab ich mal die Motorhaube aufgemacht und da viel der zweite wieder aus. Als ich dann den Kerzenstecker vom 2er abzog und die Zündspule somit einer stärkeren Funken erzeugte, merkte mann richtig wie der Zweite wieder zündete. Wenn ich den Stecker nun draufsteckte zündete er immer noch aber meiner Meinung nach zündet er irgendwo aber nicht an der Sollposition. Nun hab ich mir mal den Spaß gemacht und den 1er abgezogen. Der Motor quälte sich richtig und wollte stehen bleiben. Das passiert mir beim 1er nicht. Wenn ich den Kerzenstecker vom 2er abziehe läuft der Motor auf dem 1er Zylinder trotzdem weiter. Komisch ist auch das der Motor,wenn ich mal kurz und heftig Gas gebe, nicht abtouren will. Es dauert ewig bis der Motor an Drehzahl verliert und wenn ich den Schock reibschiebe dreht er sogar hoch für einen Moment. Ich kenn das anders von meiner Jawa. Da weiß ich das das Gemisch dann nicht paßt und drehe an der Leerlaufdüse. Ich hab aber sowas am Trabivergaser nicht gefunden. Hasbt Ihr ne Idee wo ich wider suchen kann ?? Was tankt Ihr für eine Mischung (Verhältnis).???
Bitte wieder um rege Dikussionsteilnahme.
Danke und Gruß

Es wohnt nicht zufällig jemand in der Nähe von Crailsheim der mich unterstützen kann ??
Gruß Franko
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« Antwort #12 am: 18. April 2011, 08:11:53 »

Ist der Funke noch unterschiedlich stark? Der Funken wird ja von der Spule erzeugt. Das kann dann theoretisch nur an Spule, Kabel, Stecker und Kerze liegen. Ist die Zündung richtig eingestellt? Im Zweifel kann auch das Steuerteil in Frage kommen. Du solltest ggf. nochmal sämtliche Punkte dieser Anleitung hier durch gehen: http://www.trabiforum.de/index.php?topic=103.0

Erst wenn die Zündung einwandfrei funktioniert und keinen Zweifel mehr lässt, dann kann man mal nach dem Vergaser schauen. Was für ein Vergaser hast du denn? Hast du einen anderen Vergaser um deinen mal pauschal zu wechseln? Wenn das Gemisch nicht stimmen sollte, können die Ursachen sehr vielfältig sein und die Fehlersuche entsprechend aufwendig. Neben Vergaser kommen Tank, Benzinhahn, Leitungen, Motor und Nebenluft an Vergaser und Motor in Frage.
« Letzte Änderung: 18. April 2011, 08:14:21 von Little » Gespeichert
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« Antwort #13 am: 18. April 2011, 11:45:02 »

Nun hab ich mir mal den Spaß gemacht und den 1er abgezogen. Der Motor quälte sich richtig und wollte stehen bleiben. Das passiert mir beim 1er nicht. Wenn ich den Kerzenstecker vom 2er abziehe läuft der Motor auf dem 1er Zylinder trotzdem weiter.
Das würde doch das Gemischproblem ausschließen oder ?
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« Antwort #14 am: 18. April 2011, 12:51:41 »

Nein. Ein ausgenuddelter Drehschieber, defekte Drehschieberfedern oder abgenutzte Drehschieberfläche im Motorengehäuse können das Gemisch negativ auf nur einem Zylinder beinflussen.
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