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Trabiforum  |  Diskussionen  |  Trabant Technik  |  Thema: Achsstumpf Hinterachse (zylindrisch) nach 150km defekt 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Achsstumpf Hinterachse (zylindrisch) nach 150km defekt  (Gelesen 7536 mal)
MeatLoafDC
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« am: 01. April 2011, 08:54:20 »

Guten Morgen allerseits,

vor ein paar Wochen überholte mich mein linkes Hinterrad, Bremstrommel am Rad, Rest der Bremse am Auto. Der Fehler war schnell gefunden, der kleine Stift auf dem Achsstumpf welcher die Achse mit der Bremstrommel und der Platte auf der man das Rad befestigt war nicht mehr da.

Achsstumpf durch einen neuen mit langem Gewinde ersetzt, samt passender Bundmutter und wo ich schon dabei war auch gleich die Lager und den Wellendichtring ausgetauscht. Und weil's so schön war das auch noch auf beiden Seiten.

Nun bin ich seitdem etwa 150 Kilometer gefahren und hab das gleiche Problem wieder, nur dass dieses mal das Rad noch am Auto ist. Ich bin mir nicht so ganz sicher wie das passieren konnte, entweder hab ich bei der Montage was falsch gemacht oder mein Auto hat da noch einen anderen Defekt der sich durch Zerstören des Achsstumpfs auswirkt.

Vielleicht kann mir ja jemand helfen...

Gruß
David
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« Antwort #1 am: 01. April 2011, 11:29:32 »

Trabant 601 nehme ich mal an? Sind alles Originalteile oder ist schon was getunt bzw. modifiziert?
Die Achsmutter ist angezogen und gesichert. Damit diese sich löst muss relativ viel Kraft wirken und zwar in Drehrichtung bei Vorwärtsfahrt. Dabei muss der Achsstumpf blockieren welcher wiederrum gegen Verdrehen durch den runden Stift gesichert ist.
Ich weis nicht wie es dazu kommen kann aber rein theoretisch kann der Achsstumpf nur durch blockierende Radlager blockieren. Und eine andere Möglichkeit als ein blockierender Achsstumpf damit sich die Bundmutter löst sehe ich auch nicht.
Du kannst ja noch mal paar Daten und Erkenntnisse hier posten bzw. die Achse nochmal zerlegen und schauen, dass wirklich die richtigen Teile richtig verbaut sind. Was hast du für ein Baujahr? Ist ggf. die Achse schon mal von konisch nach zylindrisch umgerüstet worden?
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MeatLoafDC
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« Antwort #2 am: 01. April 2011, 12:14:19 »

Besten Dank für die schnelle Antwort!

Stimmt, 601, Bj. 90, aber noch 2Takt, bis zum ersten Defekt alles original, jetzt hab ich abgedichtete Lager. Nach dem Einbau liess sich die Achse einfach per Hand drehen, also da saßen die Lager zumindest nicht fest.
Wie sich die Achsmutter löst ist relativ einfach: Wenn der runde Stift auf dem Achsbolzen verschwunden ist, warum auch immer, kann sich das Rad samt Radnabe und Bremstrommel frei drehen. In einer langgezogenen Linkskurve drückt sich das frei von dem Achsstumpf drehende Rad gegen das Blech und somit die Bundmutter. Die dreht sich mit dem Rad und aus irgendeinem Grund (Massenträgheit, Gleitreibungswerte der Lager etc.) dreht sich der Achsstumpf nicht ganz so schnell, so kann sich langsam die Mutter lösen.
Der kleine Stift hat wohl auch die Funktion dies zu verhindern.

Die Frage ist nun, warum wird der kleine Stift so schnell abgeschert?

Könnte es sein, dass Radnabe oder die Platte auf der die Bremse befestigt wird irgendwann einen so nicht zu erkennenden Defekt bekommen haben? Ich fahre viel mit Anhänger, die Belastung auf die Hinterachse ist also eher höher als üblich.

Gruß
David
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« Antwort #3 am: 01. April 2011, 16:23:15 »

Das Distanzrohr zwischen den Radlagern hast du auch wieder eingebaut? Ich frag nur Möglichkeiten ab, also nicht persönlich nehmen. ;)

Ich kann mir bis dato nicht erklären, wie sowas passieren kann. Theoretisch sollte das nicht möglich sein und ich hab schon ein paar Jahre darüber gegrübelt da ich schon mal so einen Fall auf einem Trabitreffen gesehen habe. Vor Ort ließ sich das damals nicht ergründen.
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MeatLoafDC
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« Antwort #4 am: 01. April 2011, 20:02:06 »

Nehm ich nicht persönlich, die Wahrscheinlichkeit ist ja groß, dass ich irgendwas falsch gemacht oder zumindest übersehen habe.

Aber an das Distanzrohr hab ich gedacht.

Ich hab etwas gegooglet, ich bin nicht der erste der ein Hinterrad so verloren hat. Vielleicht ist das einfach mit Materialermüdung zu erklären, schon beim Giessen des Rohteils könnten ja Lunker entstanden sein...
Aber halt nicht nach 150km!

Und ich befürchte auch, dass wenn ich jetzt den Achsstumpf wieder ersetze der nächste auch nicht länger halten wird.

Jetzt hab ich auch noch das Problem, dass ich die Bundmutter weder fest noch los bekomme, der Stumpf lässt sich ja schliesslich frei drehen. Hatte an den Schlagschrauber gedacht, hab aber eben nicht die 36er-Nuss gefunden, muss ich morgen nochmal suchen.

Könnte es sein, dass die Lagerbuchse etwas schief steht, dass das Rad deshalb "eiert" und deshalb größere Querbelastungen auftreten, kann mir das jetzt selbst nicht so richtig vorstellen, aber wenn ich mich richtig erinnere hab ich seit einer etwas zu schnellen Kurvendurchfahrt von hinten ein leises Klacken gehört, aber im Nachhinein kann man sich ja auch viel einbilden...
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Little
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« Antwort #5 am: 02. April 2011, 10:24:13 »

Hört sich alles nicht wirklich wahrscheinlich an. Ich würde im Zweifel auch die Lager nochmal tauschen und das Distanzrohr vermessen. Einmal alles raus und neu und den Querlenker mal einer genauen Sichtkontrolle unterziehen. Ggf. auch mal die Radnabe genau kontrollieren.
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MeatLoafDC
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« Antwort #6 am: 16. April 2011, 21:48:26 »

Einen guten Abend,

ich bin nun auch endlich dazu gekommen, mir mein Auto etwas genauer anzuschauen, irgendwie bin ich wohl nicht auf es angewiesen...

Die Ausgangssituation:
Achsstumpf lässt sich frei drehen, Bundmutter sitzt nicht mehr plan vor der Nabe, Bundmutter und Achsstumpf haben sich verklemmt, die Bundmutter lässt sich also nicht lösen.

Was ich jetzt getan habe:
Den Dreieckslenker vollständig abgebaut, nachdem sich die Bundmutter mit den üblichen Tricks (Hammerschläge in alle Richtungen, Schlagschrauber, erhitzen, verschiedenste Sprays dabei genutzt...) nicht lösen lies hab ich zur Flex gegriffen und sie vorsichtig entfernt ohne dabei den Achsstumpf zu beschädigen. Danach die komplette Achs- und Bremseinheit zerlegt, alles einer Sichtkontrolle unterzogen, der Bremszylinder war etwas undicht, also durch einen neuen ersetzt. In den Achsstumpf ein Loch mit 8mm Durchmesser gebohrt, darein einen entsprechenden Stift aus gehärtetem Stahl gesteckt und die ganze Einheit wieder montiert.

Bin eben erstmal 70 Kilometer gefahren, war nicht ganz so geplant, hab mich etwas verfahren... Die ersten paar Kilometer bin ich noch sehr vorsichtig gefahren, da noch alles hielt wurde meine Fahrweise danach deutlich sportlicher, ohne irgendwelche negativen Auswirkungen.

Falls es jetzt dabei bleibt ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass ich bei der ersten Reparatur irgendwas falsch gemacht habe, was genau wird sich wohl schlecht sagen lassen, aber anders lässt sich der Defekt ja schlecht erklären. Wenn es in dem Bereich wieder zu Problemen sollte werde ich mich hier wieder melden, dann wird es wirklich spannend...

Nochmal besten Dank für die schnelle Hilfe,

Gruß David
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« Antwort #7 am: 17. April 2011, 21:31:10 »

Naja, dann mal eine gute Fahrt!
 :pferdehaufen:
« Letzte Änderung: 17. April 2011, 21:39:43 von Little » Gespeichert
Flo
Gast
« Antwort #8 am: 23. September 2011, 09:45:17 »

Moin,

hatte mal was ähnliches 601er Bj 89 hinten links Mutter samt Sicherungsblech weg. Aber ohne Rad und Trommel weg.
Es gab auch voher keine Reperaturen oder so, habs nur bemerkt weil in einer Kurve die Blende abflog.Bin dann aus damalger Unwissenheit
(war noch  Maurerstift) noch ca. 25km weitergefahren. In der Werkstatt sagte dann der Meistro "sowas seit 28 Jahren nicht gesehen".


Mfg Flo
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